Ja zum Kauf von 100 Prozent Ökostrom sagte der Stadtrat mit den Stimmen von CSU und SPD, nachdem das Gremium bereits in seiner Mai-Sitzung die Teilnahme an der Bündelstrom-
Nur Öko kommt ins Stromnetz

Lokales
Schnaittenbach
02.07.2015
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Ausschreibung des Bayerischen Gemeindetags für die Jahre 2017 bis 2019 beschlossen hatte.

(usc) Die Firma Kubus wird nach Informationen der Stadt wieder im Auftrag der teilnehmenden Gemeinden eine Bündelausschreibung durchführen.

Die Arbeitsgemeinschaft Obere Vils/Ehenbach (AOVE) GmbH übernimmt die administrative Koordination der Anmeldung. Die dafür notwendigen Unterlagen wurden bereits an die AOVE übersandt. Der Beschluss über die Stromart kann noch bis 31. Juli nachgereicht werden. Nach Angaben von Kubus beträgt der Mehraufwand für den Ökostrom etwa fünf bis sechs Prozent. Die AOVE hat eine Stromabrechnungsdatei für Normalstrom im Vergleich zum Ökostrom speziell für die Stadt erstellt. Danach beträgt der Mehraufwand für Ökostrom 382 Euro, dies entspricht 0,24 Prozent.

FWG gegen Ökostrom

"Als AOVE-Mitglied stünde es uns gut zu Gesicht, wenn wir Ökostrom wählen würden", eröffnete Georg Dobmeier (SPD) die Diskussion. Manfred Schlosser (FWG) sah in der Vermarktung von Ökostrom ein Problem. Hierbei werde Betreibern "Geld in den Rachen geworfen". Deshalb lehne seine Fraktion den Antrag ab. Reinhold Strobl (SPD) hingegen plädierte für eine Entscheidung pro Ökostrom: "Wir haben zwei Windräder und Photovoltaik-Anlagen. Deshalb sollten wir auch zum Ökostrom wechseln." Markus Nagler pflichtete ihm bei: "Als Ökostromerzeuger sollten wir auch Ökostrom kaufen." Erzeuger könnten nicht als Selbstvermarkter agieren.

Keine Frage: Der Internet-Auftritt der Stadt Schnaittenbach ist altbacken, die Technik für Nutzung und Aktualisierung durch das städtische Personal nicht bedienerfreundlich. Aus diesem Grund entschloss sich der Stadtrat, die Homepage neu gestalten zu lassen. Bereits seit längerer Zeit beschäftigt sich die AOVE mit dem der Neuerstellung der Internetseiten für ihre Kommunen. Sie will durch eine bereits erfolgte gemeinsame Ausschreibung der Dienstleistung eine spürbare Kosteneinsparung erreichen. Den Zuschlag erhielt das Büro Wilhelm Kommunikation und Gestaltung, Amberg.

Das Angebot von Wilhelm sieht bei gemeinsamer Auftragserteilung von sechs AOVE-Gemeinden Gesamtkosten in Höhe von 2945 Euro (brutto) vor. Sollten nicht alle sechs Gemeinden bestellen, würden sich die Kosten geringfügig erhöhen. Der Stadtrat ermächtigte die Verwaltung, den Auftrag zu erteilten, auch wenn nicht alle sechs AOVE-Gemeinden mitmachen sollten und es damit eine Kostenerhöhung geben sollte.

Der Stadtrat stimmte der Beschaffung eines Klettergerüsts für den Kindergarten St. Margareta und dem Anschluss des Horts an die Fernwärme der Biogasanlage zu. Das vorhandene Klettergerüst muss laut Pfarramt wegen Unfallgefahr und Standsicherheit erneuert oder sogar ausgetauscht werden. Ein Techniker hat sich von der Notwendigkeit überzeugt. Die Kosten belaufen sich nach einem ersten Angebot auf rund 5245 Euro. Der Stadtrat erwartet weitere Angebote. Die Stadt hat nach Auskunft des Kreisjugendamts insgesamt 80 Prozent dieser Kosten zu tragen. Die Abrechnung erfolgt über das Betriebskostendefizit im Jahr 2016.

Anschluss an Biogasanlage

Das katholische Pfarramt Kemnath bat außerdem um Genehmigung des Anschlusses des Kindergartens an die Biogasanlage. Die Anschluss- und Umbaukosten im Heizkeller betragen etwa 5000 Euro. Die Stadt hat davon 80 Prozent zu tragen. Die Abrechnung erfolgt auch hier über das Betriebskostendefizit im Jahr 2016.
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