Kommunalpolitische Information aus erster Hand erhielt die ältere Generation bei der Seniorenfahrt durch das Stadtgebiet von Schnaittenbach, die der CSU-Ortsverband bereits zum 15. Mal anbot.
38 Bauparzellen im Ostfeld I

Letztes Ziel der Seniorenfahrt durch die Gemeinde war die Buchberghütte. Dort bat Bürgermeister Josef Reindl die Teilnehmer, sich auch künftig noch kräftig in die Kommunalpolitik einzumischen. Bild: nag
Lokales
Schnaittenbach
28.11.2015
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(nag) "Die Idee dieser kostenfreien Informationsfahrt ist es, unseren älteren Mitbürgern bauliche Veränderungen im Stadtbild zu zeigen und interessantes Neues zu erläutern", sagte Bürgermeister Josef Reindl, der zusammen mit Vorsitzendem Marcus Eichenmüller als Reiseleiter fungierte.

Voll besetzter Bus

Die Teilnehmer im voll besetzten Bus zeigten sich immer wieder erstaunt, wie viel sich innerhalb von nur zwei Jahren im öffentlichen, aber auch privaten Bereich verändert hat. Nachdem alle Teilnehmer nach der letzten Zusteigestelle Neuersdorf an Bord waren, nahm man sich Zeit für die Gegebenheiten im Ortsteil. Josef Reindl erläuterte die aktuellen Planungen der Stadt zur künftigen Wasserversorgung und hob dabei die Bedeutung des stadteigenen Brunnens Neuersdorf hervor.

In Holzhammer interessierten das Baugebiet, der überwiegend in Eigenregie angelegte Spielplatz, der neue Geräteschuppen der Dorfgemeinschaft sowie die Friedhofsanierung. Anerkennung galt dabei der Soldatenkameradschaft, die sich in Eigeninitiative um die Restaurierung des Ehrenmals und des Friedhofkreuzes kümmerte. Nach Abbruch des alten Feuerwehrhauses wurde zudem die Platzgestaltung um die neue Bushaltestelle besichtigt. Dann ging die Fahrt durch das Gewerbegebiet Scherhübel, in dem immer wieder Neuansiedlungen und Betriebserweiterungen festzustellen sind. Die erst vergangenes Jahr fertiggestellten St.-Vitus- und Georg-Kellner-Straßen bilden einen attraktiven Anschluss an den Ortsteil Forst. Gleichzeitig konnten damit wieder einige Bauplätze erschlossen werden.

Höchstes Interesse galt dem zügig voranschreitenden Kaolinabbau am Werkssockel und dem damit einher gehenden Rückbau der Werksanlagen in der ehemaligen Firma Kick. Ein Höhepunkt war dabei die Abfahrt zum neuen Sand- und Kieswerk der AKW-Kick. Im Ortskern Schnaittenbach interessierten Details zum Ausbau des Georg-Landgraf-Platzes oder die eben abgeschlossene Sanierung der Stadt- und Pfarrbücherei.

Ein Blickfang ist der gelungene Neubau der Firma MST, der einzigen süddeutschen Hochseereederei mit Standort Schnaittenbach. Der Bürgermeister bezeichnete diese Ansiedlung als besonderen Leuchtturm für die Stadt angesichts der hochwertigen Arbeitsplätze und der positiven Entwicklung des Bahnhofareals. Das Senioren- und Pflegeheim Evergreen sei in Schnaittenbach bestens integriert. "Als nächste Städtebau-Fördermaßnahme steht die Straße Auf der Loh an", wusste der Bürgermeister aus dem Stadtrat zu berichten, was diesen Stadtteil weiter aufwerte, war er sich sicher.

Thema Dorferneuerung

Bei der Weiterfahrt Richtung Kemnath folgten Informationen zum künftigen Baugebiet Ostfeld I mit insgesamt 38 Bauparzellen. Die Erschließungsarbeiten sollen in den Wintermonaten ausgeschrieben werden, die Arbeiten im Frühjahr beginnen. In Sitzambuch ging es um die Umsetzung des Abwasserentsorgungskonzeptes und der anschließenden Dorferneuerung.

Im Kemnather Bereich folgten Ausführungen zur sanierten Staatsstraße 2399, zur Friedhofsanierung, der auch anstehenden Dorferneuerung oder zum Großprojekt "Nahwärmeversorgung durch die AOVE". Die beiden Windkraftanlagen bei Trichenricht und Döswitz beeindruckten angesichts ihrer Größe und Technik, aber auch hinsichtlich deren Effizienz bei der Energiegewinnung.

Den Abschluss bildete die Besichtigung der neugestalteten Buchberghütte, in der CSU-Ortsvorsitzender Marcus Eichenmüller und die Damen der Frauen-Union Schnaittenbach unter Regie der beiden CSU-Stadträtinnen Elisabeth Kraus und Monika Epp die Senioren zu Kaffee und Kuchen einluden. "An diesem Nachmittag konnte die aktuelle Kommunalpolitik auch für diejenigen anschaulich gemacht werden, die nicht mehr ganz so mobil sind und dennoch das Interesse an ihrer Heimatstadt nicht verloren haben", war das Fazit der Teilnehmer.
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