Launige Rede des Buchberg-Bräus beim Bockbierfest der Schnaittenbacher SPD
CSU "vom Spielfeld vertrieben"

Manfred Kick als Buchberg-Bräu schenkte den Besuchern mit seinen Geschichten ordentlich ein. Bild: ads
Lokales
Schnaittenbach
26.03.2015
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Urige Gemütlichkeit bei süffigem Bock und deftiger Brotzeit waren für die Besucher des SPD-Bockbierfestes beste Voraussetzungen, bis in die frühen Morgenstunden in geselliger Runde zu verweilen. Ein abwechslungsreiches Programm sorgte im proppevollen Gasthaus Saller für Witz, Spannung und gute Unterhaltung. Darüber hinaus rockte die vierköpfige Musikgruppe Tschucki Tschucki aus Freudenberg den ganzen Abend über die Gastwirtschaft.

Zum Auftakt erheiterte 2. Bürgermeister Uwe Bergmann die Gäste mit einer detaillierten Beschreibung der zehn Stufen des Betrunken-Seins. Ortsvorsitzender Gerald Dagner trug mit dem Heimatquiz zum Gelingen des Abends bei. Die kniffligen Fragen bereiteten manchem Besucher Kopfzerbrechen. Als Sieger gingen Petra Naber, Betti Bergmann und Josef Pürner hervor. Sie erhielten kleine Präsente.

Buchberg-Bräu reimt

Der Höhepunkt des Abends war, und das bereits zum dritten Mal, der Auftritt des Buchberg-Bräus alias Manfred Kick mit seinen Geschichten aus der örtlichen Politik. Zu Beginn sprach er in Reimform die Wahl des zweiten Bürgermeisters im Stadtrat an: "Der Bürgermeister hat's kommen sehn, und dann is wirklich furchtbar gwen. Die Schnoittnbecka CSU hat nun merklich gespürt, wie's ist, wenn man in Bayern eine Wahl verliert. Der CSU-Kandidat wurde vom Spielfeld vertrieben, da ist mir was erspart geblieben!"

Dass der Stadtrat heuer beim Faschingszug als Piratenbande aufgetreten ist, war für den Bräu keine Überraschung. Schließlich stünden in den nächsten Jahren saftige Erhöhungen bei den Wasser- und Kanalgebühren an. Die Schatzkammern der Bürger seien für die Stadträte zum Selbstbedienungsladen geworden. Der Buchberg-Bräu riet den Räten, sich beim nächsten Fasching passend dazu als Raubritter zu verkleiden. Überhaupt riet der Bräu den Verantwortlichen, den ältesten Gaudiwurm Ostbayerns nicht zum Würmchen verkommen zu lassen.

Als weiteres Thema griff der Redner den Radweg nach Wernberg auf. Dieser sollte in zwei Fahrbahnhälften geteilt werden, um die doppelte Förderung kassieren zu können. Außerdem könne dann die eine Richtung Reindl-Reisinger-Schwartz-Weg heißen und die andere Reinhold-Strobl-Radweg. "So wären alle gefühlten und wirklichen Baumeister des Projekts benannt und keiner kann sich benachteiligt fühlen", begründete er seinen Vorschlag.

Symbol des Abendlands

Der Bräu ging auf die bevorstehenden Turmsanierung an der Stadtpfarrkirche ein und kam auch auf die Turmuhr zu sprechen, die ja im Besitz der Stadt sei. Er hoffte, dass die Kirche nicht fordere, die Uhrzeiger zu vergolden: "Dies würde die Stadtpfarrkirche zu einem Symbol des Abendlands machen und könnte zu Pegida-Demos in Schnaittenbach führen."

Die Fastenpredigt des Buchberg-Bräus Manfred Kick, der die Figur mit Wortwitz und Charme verkörpert hatte, wurde mit langanhaltendem Applaus bedacht.
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