Neue Mitte für das Dorf

Das alte Waaghäusl soll nach dem Wunsch der Teilnehmergemeinschaft abgerissen werden. Einige Stadträte würden den Holzbau gerne erhalten. Bilder: usc (2)
Lokales
Schnaittenbach
29.06.2015
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Für die Dorferneuerung in Sitzambuch hat der Stadtrat jetzt einen wichtigen Schritt getan: Er billigte die Entwurfsplanung. Die Kosten für das Projekt liegen bei rund 1,2 Millionen Euro.

Erstellt haben das Konzept das Kastler Planungsbüro Karl Spindler, das Büro Seuß Ingenieure und das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz. Vor dem Gemeinderat hatte bereits die Teilnehmergemeinschaft die Vorschläge der Planer einstimmig begrüßt. Für deren Umsetzung gibt es zur Freude der Stadtväter 65 Prozent Förderung. Andreas Schmidt, Projektleiter am Amt für ländliche Entwicklung Oberpfalz, berichtete im Stadtrat, dass die Bevölkerung von Sitzambuch morgen bei einer Infoveranstaltung ausführlich über Details in Kenntnis gesetzt werde.

Kanalbau ab 2016

Das übliche Anhörungsverfahren erwartet Schmidt etwa für September, bevor sein Amt endgültig grünes Licht geben werde. Im Spätherbst/Winter könne man den Kanal ausschreiben, mit dessen Bau 2016 begonnen werde. Kernarbeiten der Dorferneuerung sind laut Schmidt die Dorfstraßen, die Sanierung der aus dem 17. Jahrhundert stammenden Kapelle und die Neugestaltung ihres Umfelds sowie die rückwärtigen Erschließungen des Dorfes.

Der Fördersatz liege normalerweise bei 55 Prozent. In diesem Fall kommen dazu aber noch weitere zehn Prozent, darin enthalten jeweils fünf Prozent AOVE- und Demografie-Bonus. Diplom-Ingenieur Ferdinand Leidner (Büro Seuß) und Landschaftsarchitektin Martina Kohl (Planungsbüro Spindler) gingen auf Einzelheiten ein - etwa den unterschiedlichen Ausbau der Haupt- und der Dorfstraße. Erstere wird aus Richtung Kreisstraße AS 26 bei der Kapelle nach Kemnath am Buchberg abbiegen und entsprechend gestaltet.

Waaghäusl muss weichen

Laut Martina Kohl wünscht die Dorfgemeinschaft den Abriss des alten Waaghäusls, wodurch Platz für ein Bushäuschen entstehe. Die Planer sehen mit einer Vergrößerung auch eine Aufwertung des Kapellenvorplatzes mit Granit-Kleinsteinen und eine Trockenmauer vor. Den alten Quellstein will die Landschaftsarchitektin wiederbeleben. Außerdem entsteht eine mit einem Geländer zur Straße hin abgesicherte Spielmöglichkeit. Der größte Kostenbrocken ist der mit 978 000 Euro veranschlagte Straßenbau. Die Sanierung der Kapelle und des Umfelds nimmt sich mit 27 000 Euro bei Gesamtkosten von 1,18 Millionen Euro geradezu bescheiden aus. Das nun folgende Verfahren hat der Stadtrat einstimmig auf den Weg gebracht.
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