Referat über Ängste bei alten Menschen
Gespräche helfen

Lokales
Schnaittenbach
24.03.2015
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"Wenn Ängste das Leben bestimmen" - so lautete der Vortrag des Gerontotherapeuten Georg Pilhofer. Mit dieser Veranstaltung eröffnete der Verein "Seelische Gesundheit im Alter" in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung und dem Evangelischen Bildungswerk in Schnaittenbach seine Vortragsreihe zu relevanten Themen im Alter. Bis Mai werden jeweils mittwochs um 15 Uhr im Saal des Vitusheims weitere Vorträgen von Fachleuten zur seelischen Gesundheit im Alter angeboten.

Johann Bauer von der Katholischen Erwachsenenbildung führte vor zahlreichen Gästen in das Thema ein. Georg Pilhofer erläuterte den Unterschied von Angst und Furcht. Rund zehn Prozent der Bevölkerung litten innerhalb eines Monats an seelischen und/oder körperlichen Angstsymptomen. Ängste und Panikattacken hätten in der Regel eine langjährige Entstehungsgeschichte.

Pilhofer machte bewusst: "Eine Angstentwicklung beginnt dann, wenn die positive Persönlichkeitsentfaltung gestört oder behindert wird." Ursachen machte er in der kindlichen Entwicklung fest. Der Mensch benötige, um verdrängte Ängste nicht wieder erleben zu müssen, Abwehrmechanismen. "Eine der häufigsten davon ist die Aggression, wobei Abwehrmechanismen psychische Strategien sind, um Konflikte abzuwehren, mit denen man nicht umzugehen gelernt hat oder sie aus Angst vor den Konsequenzen nicht auslebt", sagte der Referent.

Er erläuterte die unterschiedlichen Krankheitsbilder der Ängste wie Phobien oder Panikattacken. Als Therapien bei Angststörungen empfehlen sich laut Pilhofer stützende Gespräche, Entspannungsverfahren, Verhaltenstherapie, tiefenpsychologische Psychotherapie und eine medikamentöse Therapie mit Antidepressiva. "Wut und Frustration sind gesund und normal und sollten konstruktiv ausgelebt werden, damit der Betroffene seine seelische Balance behält", betonte Pilhofer.

Weiter geht es in der Vortragsreihe am 1. April mit dem Thema Parkinson-Krankheit" (Dr. Martin Klupp), am 15. April mit "Das Gedächtnis lässt nach - habe ich Alzheimer? Was ist Demenz?" (Dr. Walter Schindler), am 29. April mit "Alt werden bei guter Gesundheit - Gesundheitsvorsorge für Senioren" (Dr. Roland Brey) und am 6. Mai mit "Aktuelle Leistungen der Pflegekassen für stationäre und ambulante Pflege - neues Recht, neue Leistungen, neue Möglichkeiten" (Seniorenheimleiter Martin Strobl im Wintergarten des Evergreen-Heims).
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