Rehkitze vor dem Tod durch das Mähwerk zu bewahren, das war das Ziel der Aktion "Kids for Kitz".
Vorm Mäher kommen Kids for Kitz

Zusammen mit den Jägern bastelten die Schnaittenbacher Kinder Scheuchen, die die Rehkitze vor dem Tod durch Mähmaschinen retten sollen. Bild: nag
Lokales
Schnaittenbach
29.05.2015
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(nag) Dazu hatten sich Krippe und Kindergarten St. Vitus mit den Jägern aus der Hegegemeinschaft Schnaittenbach zusammengetan.

Das Projekt bildete einen Baustein im Jahresprogramm "Natur pur" der Kindertagesstätte. Die Jäger um Herbert Fiebak führten die Mädchen und Buben anschaulich auf das Thema hin, das im Mai und Juli aktuell ist. Denn in diesen Monaten werden die Kitze gesetzt, wie der Jäger sagt, und die Rehmutter, die Geiß, legt ihr Junges im hohen Gras ab, wo es gut versteckt und kaum zu sehen ist.

Kitz drückt sich

Um Feinde nicht auf das Versteck aufmerksam zu machen, verlässt die Mutter das Kitz wieder und sucht es nur auf, um zu kontrollieren, zu putzen und zu säugen. Bei Gefahr flüchten die Kleinen nicht, sondern drücken sich ganz dicht auf den Boden und warten, bis der Feind wieder abgezogen ist.

Dieses Drückverhalten, das vor Raubtieren schützt, wird den jungen Rehen aber in den ersten Lebenswochen zum Verhängnis, wenn die Mähmaschinen auf den Wiesen unterwegs sind. Um das Leben der Kitze zu retten, kann der Jäger kurz vor dem Mähen Scheuchen auf der Wiese aufstellen. Die Rehmutter, die das Geschehen beobachtet, wird dann versuchen, ihr Kitz schnellstens aus der Wiese herausholen.

Müllsack als Basis

Unter fachkundiger Anleitung bauten die Kinder daher eine ganze Reihe dieser Scheuchen. Der Fantasie waren dabei keine Grenzen gesetzt. Oft diente ein Müllsack als Basis, der mit Dosen und CDs "geschmückt" wurde. Großen Spaß bereitete allen das Aufstellen der Wildscheuchen auf einer Wiese.
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