Unterhaltspflicht war eines der Themen beim Senioren-Aktiv-Treff im Vitusheim
Nur selten müssen Kinder zahlen

Lokales
Schnaittenbach
12.10.2015
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Ein interessanter Vortrag erwartete die Teilnehmer am Senioren-Aktiv-Treff, als Wolfgang Hahn über das Schwerbehindertengesetz sprach. Einmal im Monat kommen die älteren Menschen nach der Seniorenmesse in der Pfarrkirche in diesem Kreis im Vitusheim zusammen, um gemeinsam zu frühstücken, Gymnastik zu machen und sich über Themen aus Recht, Gesundheit, Kirche, Heimat, Kultur oder Brauchtum informieren zu lassen sowie auch gemeinsam zu feiern.

Für das abwechslungsreiche Programm zeichnet Rosalinde Meier verantwortlich. Zur Vorbereitung des Frühstücksbuffets steht ihr ein Helferteam zur Seite. Mit Spannung wurde beim jüngsten Treffen das Referat von Wolfgang Hahn zum Schwerbehindertengesetz erwartet. Die Senioren zeigten sich erstaunt, dass Schwerbehinderte, die in ihrem Ausweis das Zeichen BL haben, unter Umständen Zivilblindenpflegegeld in Höhe von monatlich 544 Euro erhalten können. Für Pflegegeldbezieher erweist sich der Anspruch auf Betreuungsleistungen laut Hahn als sehr hilfreich, weil so eine stärkere Einbeziehung der betroffenen Personen ins Alltagsleben möglich sei.

Bezüglich der Pflegeheimunterbringung war interessant, in welchem Umfang unterhaltspflichtige Kinder zu Leistungen herangezogen werden. Dies sei nur in ganz seltenen Fällen der Fall, außer das Jahreseinkommen der Kinder betrage mehr als 100 000 Euro. Erstaunt waren die Anwesenden darüber, dass in den vergangenen Jahren die Anzahl der Anspruchsberechtigten auf Leistungen nach dem Grundsicherungsgesetz deutlich angestiegen ist.

Rosalinde Meier wies auf das Senioren-Aktiv-Treffen am Dienstag, 20. Oktober, nach der Seniorenmesse im Vitusheim hin, das unter dem Thema "Kirwa lou niat nou" steht. Kreisheimatpflegerin Martha Pruy spricht bei der Veranstaltung über das Kirwabrauchtum.
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