Was wäre Schnaittenbach, hätte es den Studienrat und Heimatforscher Georg Landgraf nicht gegeben. Auch der Heimat- und Volkstumsverein
Wallfahrtsstätte der Heimatliebe

Die ältere Generation erinnert sich noch an die Einweihung des Landgraf-Denkmals am Buchberg (von links): Pfarrer Joseph Schreiber, Trachtlervorsitzender Sepp Herrmann, Ilse Frohmann, Hans Nagler, Inge Müller und Ernst Frohmann. Archivbild: sh
Lokales
Schnaittenbach
22.08.2015
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Ehenbachtaler hat ihm viel zu verdanken. Deshalb setzten die Mitglieder ihm zu Ehren und zur Erinnerung 1955 auf seinem geliebten Buchberg ein Denkmal, das heuer 60 Jahre alt wird.

(sh) Landgraf war Mitbegründer des Buchbergfestes, der wohl ältesten heimatkulturellen Veranstaltung in der Oberpfalz unter freiem Himmel. Dem Heimat- und Volkstumsverein stand er an der Wiege. Er legte den Grundstein für die Heimat- und Volkstumspflege in Schnaittenbach. Beim 32. Buchbergfest im Jahre 1955, also vor 60 Jahren, setzten die Trachtler ihrem Ehrenmitglied oberhalb des Schlößls einen rund 70 Zentner schweren Gedenkstein, im Volksmund bekannt als Landgraf-Denkmal.

"Unserem Buchbergvater"

Der Granitblock wurde, wie Hobbychronist Hans Grieger aus alten Unterlagen in Erfahrung brachte, mit einem Sonderfahrzeug aus Leuchtenberg geholt, nachdem der dortige Marktrat den schönsten Naturstein zur Verfügung gestellt hatte. Den Fels hatte die Steinmetzfirma Roith mit einer kunstvoll gestalteten Tafel versehen. Neben dem Schnaittenbacher Stadtwappen prangt die Inschrift: "Unserem Buchbergvater, Heimatforscher Georg Landgraf 1879 - 1953 als Dank für seine Liebe und Treue zur Heimat - Heimat- und Trachtenverein Ehenbachtaler Schnaittenbach 1955". Finanziert wurde dies von der Kaolinfirma Dorfner. Im Beisein von Landgrafs Ehefrau und seiner Kindern wurde 1955 der Gedenkstein feierlich enthüllt und vom als Heimatförderer bekannten Kemnather Pfarrer Joseph Schreiber gesegnet.

Bei dem Festakt würdigten Bürgermeister Johann Nagler und Heimatjournalist Sepp Müller Anderl das Lebenswerk des verstorbenen Heimatforschers unter anderem mit den Worten: "Möge der Buchberg zu einer Wallfahrtsstätte der Heimatliebe werden." Noch heute ist das Landgraf-Denkmal für die Trachtler sowie die Buchberg- und Heimatfreunde und für viele Wanderer eine "Wallfahrtsstätte der Heimatliebe".
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