Wau, was für ein Jubiläum

Beim Jubiläum des Gebrauchshundevereins stehen am Wochenende natürlich auch die Vierbeiner selbst im Mittelpunkt. Bild: ads
Lokales
Schnaittenbach
11.09.2015
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Die Großveranstaltungen beim Gebrauchshundeverein reißen nicht ab. Nach dem großen Agility-Turnier und der Bayerischen Meisterschaft IPO 3 folgt am Wochenende das zweitägige Jubelfest. Das Programm dazu lässt die Herzen von Mensch und Tier höher schlagen.

Auf dem Vereinsgelände des Gebrauchshundevereins hinter dem Naturerlebnisbad geht es am Samstag und Sonntag, 12. und 13. September, rund. Für Verpflegung ist bestens gesorgt, für ausreichend Parkmöglichkeiten ebenso.

Ein Blick in die Geschichte

Vor 50 Jahren wurde der heutige Gebrauchshundeverein am 4. Juli 1965 als Rottweilerverein Bezirksgruppe Oberpfalz in Schnaittenbach im Allgemeinen Deutschen Rottweiler-Club von Freunden aus Schnaittenbach, Hirschau und Amberg aus der Taufe gehoben.

Gründungsmitglieder waren Johann Kausler und Fritz Haas aus Schnaittenbach, Hans Weich, Ruppert Achmann und Fritz Gebhard aus Hirschau, Georg Kreitmeier und Elsa Spath aus Amberg sowie Ludwig Liebl aus Schmidmühlen.

35 Jahre lang war es die einzige Rottweilergruppe in der Oberpfalz, Fremdrassen wurden damals nur bedingt zugelassen. Als Vorsitzender fungierte Ruppert Achmann von 1965 bis 1967, ihm folgte Georg Kreitmeier von 1967 bis 1980. In der Amtszeit von Kreitmeier fiel 1970 der Bau einer Vereinshütte aus Holz mit Hundeboxen. 1980 bis 2005 hatte dann Erich Markert das Geschick des Vereins in seinen Händen.

Das 20-jährige Vereinsbestehen feierten die Hundefreunde mit Standartenweihe. Im Mai 1988 erfolgte unter Kreitmeiers Regie die Erschließung des Vereinsgeländes mit Wasser, Kanal und Strom in Eigenleistung. Ebenfalls 1988 wurde der Verein im Register beim Amtsgericht in Amberg unter der Bezeichnung "Rottweiler Bezirksgruppe Schnaittenbach 1965 e.V." eingetragen.

Unter dem Vorsitz von Erich Markert, der seinen Rottweiler Dingo mehrmals bei Deutschen Meisterschaften vorführte, besuchten Vereinsvertreter bayernweit Prüfungen und Ausstellungen mit Erfolg. Durch die große überregionale Präsenz wurde der Schnaittenbacher Rottweilerverein weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt. Patenschaften mit Rottweilervereinen aus Nürnberg, Rodach bei Coburg und Diest in Belgien folgten.

Bau des Vereinsheimes

1994/95 ging es an den Bau eines neuen Vereinsheims auf dem Erbpachtgrundstück der Stadt hinter dem Naturerlebnisbad, das nach 16-monatiger Bauzeit eingeweiht wurde. Als der Rottweiler öfter in einem Atemzug mit Kampfhunden genannt wurde, nahm das Interesse an dieser Rasse rapide ab. Zum Schluss fehlte der Nachwuchs, erklären die Verantwortlichen.

Umbenennung 2001

Um als Gruppe weiter bestehen zu können, wurde der Verein 2001 in einen Gebrauchshundeverein unter dem Dach des Bayerischen Landesverbands für das Hundewesen (BLV) umgewandelt. Aber auch das brachte nicht den erhofften Aufschwung. Von 2005 bis 2011 hatte Diana Roth den Vorsitz, für jeweils ein Jahr in Folge Anton Lipp, Susanne Götz und Judith Maier. Für das Jubeljahr fungiert Mario Zillich als Vorsitzender. Erst ab dem Angebot einer Agility-Gruppe ging es mit dem Verein wieder bergauf. Diese engagierte und äußerst aktive Gruppe war von Anfang an bei vielen Agility-Prüfungen und -Turnieren dabei und hat den Hundeplatz Schnaittenbach überregional wieder bekannt gemacht.

Einer der schönsten Plätze

Heute gilt das Gelände in Fachkreisen als einer der schönsten Übungsplätze der Oberpfalz. Der Verein gibt allen Behörden sowie Landes- und Bundespolizei und dem Zoll die Möglichkeit zur Aus- und Fortbildung ihrer Diensthunde.
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