Weg frei für die Erneuerer

Auch hier soll die Dorferneuerung zum Tragen kommen. Der Platz vor der Pfarrkirche St. Margaretha in Kemnath am Buchberg soll ein neues Gesicht erhalten. Bild: Steinbacher
Lokales
Schnaittenbach
13.12.2014
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Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und langwierig ist auch der Weg für die Dorferneuerung Sitzambuch und Kemnath am Buchberg. Am Donnerstagabend ging der Stadtrat einen großen Schritt.

Überlegungen für eine Dorferneuerung in Sitzambuch und Kemnath am Buchberg gibt es schon seit fast zehn Jahren. Jetzt aber haben alle, die sich für eine Umgestaltung der beiden Ortskerne einsetzen, einen Meilenstein erreicht. In seiner letzten Sitzung des Jahres verabschiedete der Stadtrat einstimmig das Dorferneuerungskonzept, wie es das Planungsbüro Karl Spindler vorgelegt hat.

Zweifel am Zeitplan

Dieser Schritt war dringend notwendig, damit 2016 mit dem Ausbau des Dorfangers in Sitzambuch begonnen werden kann. "Damit können wir jetzt in die Phase der konkreten Planungen einsteigen", erklärte Projektleiter Andreas Schmidt vom Amt für ländliche Entwicklung. Ein wichtiges Anliegen war es den Stadträten, die Dorferneuerung mit dem parallel geplanten Kanalbau "zusammenzuspannen". Manfred Schlosser (Freie Wähler) hegte so seine Zweifel, ob dies gelingt, wenn keine genauen Zeitvorgaben gemacht werden.

Allerdings, so erklärte Behördenvertreter Schmidt, habe es der Stadtrat nicht in der Hand, den Baubeginn für die Dorferneuerung festzusetzen. Bis die Bagger anrollen, seien noch viele weitere Verfahrensschritte nötig. "Nur wenn alles glatt läuft, ist es 2016 so weit", sagte Schmidt. Der Stadtrat war sich darüber einig, dass Sitzambuch Priorität genießen soll. Erst später soll der Dorfplatz in Kemnath am Buchberg umgestaltet werden. Vorgesehen ist jedoch, das Vereinsheim einzubeziehen und mit den Planungen hierfür bereits im nächsten Jahr zu beginnen. Das Gremium segnete das Konzept schließlich einstimmig ab.

Stadtwald wirft Gewinn ab

Ein weiterer Punkt war das Thema Wegebau. Durch die Kooperation der neun AOVE-Gemeinden ergibt sich für Schnaittenbach die Chance, mehrere Wald- und Flurwege ausbauen zu lassen. Auf diese Weise soll ein AOVE-Kernwegenetz entstehen. Der Freistaat stellt für dieses Pilotprojekt bis 2024 zehn Millionen Euro zur Verfügung. Bedingung: Die Wege müssen eine Verbindungsfunktion erfüllen. Schnaittenbach, so erklärte Bürgermeister Josef Reindl, habe vier Strecken mit einer Gesamtlänge von rund 6,5 Kilometern angemeldet. Auch hierzu erteilte der Stadtrat einstimmig sein Einverständnis.

Genehmigt wurde schließlich auch noch der Betriebsplan 2015 für den Stadtwald. Das Landwirtschaftsamt Amberg rechnet damit, dass der Holzverkauf im nächsten Jahr etwa 25 000 Euro abwirft. Diesem Betrag stehen jedoch Ausgaben für Fällung, Wege- und Zaunbau sowie Aufforstung von rund 18 000 Euro gegenüber.
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