"Wir waren noch nie so weit"

Nicht nur ein Schild wies auf die Schäden auf der Staatsstraße 2399 bei Neunaigen hin, sie waren auch sonst schlicht nicht zu übersehen. Einmal wurde bereits saniert. Die restlichen Arbeiten folgen nächstes Jahr. Bild: upl
Lokales
Schnaittenbach
28.11.2014
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Seit mehreren Jahrzehnten geht es bei der Ortsumgehung Mertenberg nicht voran. Jetzt sind allerdings die rechtlichen Weichen gestellt.

Bürgermeister Josef Reindl (CSU) hatte gute Nachrichten im Gepäck. Am Ende der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses, der am Mittwochabend tagte, berichtete er von einem Gespräch mit Stefan Noll vom Amberg-Sulzbacher Bauamt. Der habe mitgeteilt, dass nun ein Baurecht für die Ortsumgehung Mertenberg vorliege. "Planerisch waren wir noch nie so weit", kommentierte Reindl. Die Ortsumgehung sei seit 20 oder 30 Jahren Thema. Es habe dabei immer eigentumsrechtliche Hürden gegeben. Noll habe außerdem verraten, dass die restlichen Arbeiten (der letzte von drei Bauabschnitten) an der Staatsstraße 2399 zwischen Neunaigen und Kemnath 2015 über die Bühne gehen werden. Auch weitere Punkte standen auf der Tagesordnung:

Die Mitglieder des Ausschusses besichtigten den neugestalteten Vorplatz der Bushaltestelle in Holzhammer. Ein Baum wird noch gepflanzt, aufgestellt werden zwei Bänke. Bürgermeister Reindl resümierte: "Saubere Geschichte."

Ein Bürger brachte den Antrag ein, einen Verkehrsspiegel an der Ecke Bührlweg/Bürgermeister-Plößl-Straße anzubringen. Die Ausschussmitglieder waren einstimmig dagegen. Bauamtsleiter Erwin Struck erklärte: "Früher sind Spiegel an wesentlich gefährlicheren Stellen abgelehnt worden." Mit einem Anwohner soll jedoch besprochen werden, ob eine Hecke zurückgeschnitten werden kann.

Die Erschließung des Baugebietes "Stiglrangen-Mühlfelder" soll Mitte Dezember abgeschlossen sein. Die Straße muss noch asphaltiert und der Gehsteig gepflastert werden. Auch diesen Abschnitt besichtigten die Mitglieder.

In der Sitzung wurde beschlossen, dass die Grund- und Mittelschule einen neuen Verdunkelungs-Vorhang bekommt, der 3650 Euro kostet. Der alte ist bei einer Veranstaltung irreparabel beschädigt worden.

Mehrere Bauanträge und -voranfragen standen zur Debatte. Die Mitglieder genehmigten Michael Ott den Neubau eines Wohnhauses mit Doppelgarage nicht, da das Grundstück nicht bebaut werden dürfe. Einer Nutzungsänderung einer Stallung von Manuela und Clemens Schadl, die zu einem Schankraum mit Nebengebäuden ausgebaut wird, wurde einstimmig befürwortet. Bürgermeister Reindl wies aber darauf hin, dass für alle baurechtlichen Geschichten letztendlich das Landratsamt zuständig sei. Mario Schmarander darf eine Lagerhalle und ein Carport errichten, Lorenz Emmeran eine neue Berghalle bauen. Es wurde beschlossen, dass eine Außenwerbung in der Werberger und der Amberger Straße angebracht werden darf. Jedoch muss sichergestellt werden, dass sich die Sichtverhältnisse nicht verschlechtern. Die Nachbarn müssen dazu gehört werden .
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