Woche voller Überraschungen

Bei den Pfadfindern bastelten die Kinder ein Insektenhotel und erlebten Lagerromantik mit Stockbrotbacken. Bild: ads
Lokales
Schnaittenbach
15.09.2015
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Einen Höhepunkt im Ferienprogramm setzte die Stadt Schnaittenbach mit ihrer Überraschungswoche zum Ende der Ferien. Wohlüberlegt stellte Laura Renda die Aktion ganz unter das Themengebiet Umwelt und Natur und scheute bei der Ausarbeitung der Aktion keine Mühen.

"Die Überraschungswoche war einfach spitze!", da sind sich die knapp 30 Kinder und das siebenköpfige Betreuerteam mit Sprecherin Sophie Lehner sowie die Verantwortlichen seitens der Stadt, Laura Renda und der städtische Jugendbeauftragte Marcus Eichenmüller, einig. Unterstützung erhielt das Team von den hiesigen Vereinen, Gruppierungen und den städtischen Einrichtungen.

Süßholz und Hauswurz

Ganz gespannt waren die Kinder am ersten Tag, was sie erwartet. Schnell war ein guter Draht von den erfahrenen Betreuern Daniel Hirschmann, Helena Schubert, Franziska Winkler, Talita Kreuzer, Lukas Stöckl, Michael Dietl und deren Sprecherin Sophie Lehner hergestellt. Helmut Eisenhut versorgte die Mannschaft in der Schulküche gleich einmal mit einem üppigen Frühstücksbüfett. Nun standen Kennenlernspiele auf dem Programm und das Erstellen von Regeln, um ein gutes Auskommen in der Gruppe zu gewährleisten.

Nachmittags machten sich die Betreuer mit den Kindern auf in den Kräutergarten, in dem sie von Sigrid Fischer empfangen wurden. Sie brachte ihnen besonders die Kräuter Breitwegerich und Süßholz sowie die Süßpflanze Stevia und die Hauswurz mit ihren Wirkungen und Eigenschaften näher. Nun bepflanzten die Teilnehmer mit Unterstützung von Rudolf Honig kleine Steintöpfchen mit Hauswurz. Tags darauf statteten die Pfadfinder den Kindern einen Besuch in der Schule ab, um sie zum Bürgerwald-Spielplatz abzuholen. Bereits in den frühen Morgenstunden hatten etliche Helfer um Vorsitzenden Matthias Reiß das typische Zelt, die sogenannte Jurte, aufgebaut. Unter dem Motto "Natur pur" erlebten die Mädchen und Buben spannende und lehrreiche Stunden. Zusammenhalt und Naturkunde standen beim Bau eines Insektenhotels im Mittelpunkt. Ein weiterer Schwerpunkt waren eine Wegzeichenwanderung, Waldbaum-Kunde sowie Kompass-Lehre. Zum Abschied gab es - stilecht - Stockbrot am Lagerfeuer.

Große Greifvögel

Nun stand ein Besuch bei dem mobilen Falkner Rudolf Kolitsch an, wo es auf Tuchfühlung mit den großen Greifvögeln ging. Auf dem Freigelände waren in den Käfigen neben einem mächtigen Steinadler beispielsweise auch ein Steppenadler, ein Adler-Bussard-Pärchen, ein Truthahngeier-Pärchen, ein Wüstenbussard, diverse Falkenarten und Uhus zu sehen. Mit großer Spannung erwarteten die Kinder die Flugvorführung. Tags darauf holte der Leiter der städtischen Kläranlage, Georg Kraus, die Kinder und Betreuer zu einer Kanalwanderung mit Besichtigung des Klärwerks ab. Während des Weges erläuterte Kraus den Wasserkreislauf und den Unterschied zwischen Trink- und gereinigtem Abwasser. Im Klärwerk angekommen, erklärte Kraus mit seinem Kollegen Christian Reiß dem Nachwuchs das Prinzip der Abwasserreinigung nach der mechanischen und der biologischen Technik. Mit großem Interesse hörten die Besucher den Fachleuten zu. Auch der letzte Tag der Überraschungswoche wurde für die Gruppen spannend, nun stand der Besuch der Feuerwehr auf dem Programm. Neben den Aktionen und Ausflügen hatten die Kinder ausreichend Zeit für Spiele und Bastelarbeiten. "Viel zu schnell gingen die fünf Tage vorbei", waren sich alle einig.
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