Zwei Stelen bereits belegt

Von der erst kürzlich von Stadtpfarrer Josef Irlbacher gesegneten Anlage im Schnaittenbacher Friedhof sind bereits zwei Stelen belegt. Bild: sh
Lokales
Schnaittenbach
16.11.2015
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In den vergangenen Jahren haben in Schnaittenbach, wie andernorts auch, Urnenbegräbnisse stark zugenommen. Um dieser immer mehr gewünschten Bestattungsform Rechnung zu tragen, wurde im kirchlichen Friedhof ein Stelenfeld errichtet, das kürzlich zur Belegung freigegeben und von Stadtpfarrer Josef Irlbacher gesegnet und eingeweiht wurde.

Das rund 200 Quadratmeter große Stelenfeld ist im südwestlichen Bereich angeordnet. Es dient als weitere Alternative zur voll besetzten Urnenwand bei der Aussegnungshalle und zu den Urnengräbern im südlichen Bereich. Zu Anschauungszwecken wurden von der Kirchenverwaltung St. Vitus quadratisch gestaltete Musterstelen aufgebaut. Die Stele ist ein auf vier Seiten geschlossener Steinblock, von oben bedeckt mit einer Platte. Die Beisetzung der Urnen erfolgt ebenfalls von oben. Minimal müssen die Stelen 0,8 und maximal dürfen sie 1,6 Meter hoch sein, wobei abhängig von dieser Größe die Möglichkeit besteht, zwei bis vier Urnen in einer Stele unterzubringen. Auf einer Zweier- oder Dreier-Stele können jederzeit bei Bedarf noch ein oder zwei Segmente aufgesetzt werden.

Auch für Bio-Urnen

Interessenten können zwischen vier verschiedenen Steinen wählen, nämlich grau, ozeanblue, rubin oder schwarz. Bis auf Letztere sind alle in glänzender oder matter Ausführung erhältlich. Vorgegeben ist, dass die Stelen auf die vorhandenen Fundamente und Abschlussplatten montiert werden müssen. Sie müssen so gestaltet sein, dass Bio-Urnen verwendet werden können, die sich nach Ablauf der in Schnaittenbach vorgeschriebenen Ruhezeit von 20 Jahren zersetzt haben müssen.

Wie bei den Grabstellen muss beim neuen Urnenstelenfeld der Platz auf zwei Jahrzehnte gemietet werden. Die Miete beträgt pro Jahr 50 Euro und schließt die vorhandene Edelstahlabdeckplatte des Fundamentes mit ein. Die Stele selbst muss vom Mieter erworben werden. Je nach Art des Steins und Größe der Stele liegen die Anschaffungskosten zwischen 1104 und 2500 Euro, zuzüglich Zubehör. Die Beschriftung der Stele übernimmt die Firma Roith aus Kohlberg. Bei Fragen zum Urnenstelenfeld stehen die Ansprechpartner der katholischen Kirchenverwaltung St. Vitus, Thomas Görlich jun. (09622/7 14 31) und das Pfarrbüro (09622/7 14 14) zur Verfügung.

Neue Gebührensatzung

Die Kirchenverwaltung St. Vitus hat heuer auch eine neue Friedhofsordnung und eine neue Gebührensatzung beschlossen. Diese wurde von der Bischöflichen Finanzkammer in Regensburg als stiftungsaufsichtliche Behörde genehmigt und damit gültig. Alle bisherigen Verordnungen verlieren damit ihre Gültigkeit. Friedhofsordnung und Gebührensatzung können während der Öffnungszeiten im Pfarrbüro und nach Absprache auch beim Ansprechpartner der Kirchenverwaltung für den Friedhof, Thomas Görlich jun., eingesehen werden. Weiter stehen beide auf der Internetseite der Pfarrei St. Vitus (www.st-vitus.org) zur Verfügung.
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