Bauausschuss Thema Friedhof
Problembäume werden gestutzt

Beim Ortstermin im Friedhof Holzhammer ging es um hohe Eichen, eine Kiefer und deren Laub und Nadeln, die die Grabstelle von Monika Wrobel verschmutzen. Die Lösung lag in einem Kompromiss. Bild: e
Politik
Schnaittenbach
19.07.2016
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Das hat man auch nicht alle Tage: Mit einem gemeinsamen Friedhofbesuch begann die Sitzung des Bauausschusses der Stadt Schnaittenbach.

In der Hauptsache davon betroffen ist das Grab der Angehörigen von Monika Wrobel aus Holzhammer. Sie hat aus diesem Grund die Gemeindeverwaltung Schnaittenbach kontaktiert, um Abhilfe gebeten und beim Ortstermin im Friedhof wortreich und engagiert geschildert, welchen Ärger sie mit den beiden Eichen und der Kiefer hat.

Laub- und Nadelfall


"Am besten beseitigen", das war ihr Credo. Laut Stadtrat Josef Werner ist die Kiefer ohnehin "kein erhaltenswerter Baum". Aber so einfach hat es sich der Ausschuss nicht gemacht. Im Vorfeld der Ortsbesichtigung am Donnerstag erfolgte bereits eine Begehung des Areals durch einen Gartenbaufachberater des Landratsamts Amberg-Sulzbach. Dessen Ergebnis war klar: Bei den Bäumen handle es sich um gesunde Exemplare.

Die fragliche Grabstelle, quasi unter dem Astbereich, sei eigentlich mit die Schönste. Laub- und Nadelfall auf einem Viertelquadratmeter sind seiner Meinung nach vernachlässigbar. 20 Minuten wurde im Friedhof diskutiert, dann schälten sich zwei Varianten heraus: Einmal die Entfernung der hohen Kiefer und Rückschnitt der Eichen bis hin zur Friedhofsgrenze auf einer Höhe von etwa vier bis fünf Metern.

Bürgermeister Josef Reindl ließ abstimmen: Mit vier zu drei Stimmen wurde der Vorschlag angenommen: Es wird kein Baum entfernt, ein Rückschnitt mit dem Hoch-Entaster erfolgt nicht nur über der betroffenen Grabstelle, sondern an der gesamten Nordgrenze des Friedhofes Holzhammer bis zur Friedhofsgrenze in einer Höhe von vier bis fünf Metern. Damit konnte auch die Antragstellerin Monika Wrobel in Holzhammer leben. So richtig nach ihrem Geschmack war das Ergebnis jedoch nicht, gab sie zu verstehen.
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