Kanal- und Wasserleitungsnetz bedarf Sanierungen
Ein Batzen Geld

Politik
Schnaittenbach
15.12.2015
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Die "unendliche Geschichte Blumenstraße" beschäftigte wieder einmal den Stadtrat. Mit geschätzten Kosten von 451 000 Euro für einen Vollausbau kommt neben dem Projekt "Auf der Loh 2" und dem Ausbau des Kirchenumfelds für die Zukunft ein großer Brocken auf den Schnaittenbacher Haushalt im Rahmen der Städtebauförderung zu.

Das Gremium hatte die Verwaltung beauftragt, den Gesamtzustand der Blumenstraße von einem Ingenieurbüro prüfen zu lassen und die Kosten zu ermitteln. Das Ingenieurbüro Seuß beurteilte nun die TV-Inspektion des Mischwasserhauptkanals und der Anschlussleitungen in der Blumenstraße vom 3. und 4. November. Der Abwasserkanal weist kleinere und größere Mängel auf, die mit Kurzliner (Roboter) oder in offener Bauweise saniert werden müssen, Kosten: rund 44 000 Euro.

Als Trinkwasserleitung ist eine Graugussleitung mit Nennweite DN 100 verbaut. Der Einbau der Leitung war vor 1963, ein genaues Datum ist nicht bekannt. Die Hausanschlüsse sind noch bei mehreren Anwesen aus verzinktem Stahlrohr. Das Büro Seuß beziffert die Kosten für eine Erneuerung der Wasserleitung einschließlich der Hausanschlüsse mit 77 000 Euro. Für den Vollausbau der Fahrbahn und Gehwege, Asphaltbelag für die Fahrbahn, Pflaster für den Gehweg und Entsorgung der Hochofenschlacke rechnet das Büro mit rund 330 000 Euro. Insgesamt schlägt das Ganze - ohne Baunebenkosten - mit 451 000 Euro zu buche.

In der Diskussion verdeutlichte sich die Meinung der Räte, es in der Blumenstraße zunächst bei Maßnahmen nach der Verkehrssicherungspflicht zu belassen. Es stand allerdings die Frage im Raum, wie lange man hier noch den Investitionsstau haben werde. Priorität genießt offenbar das Projekt "Auf der Loh 2". Wegen zahlreicher Beteiligter sieht Bürgermeister Josef Reindl das Projekt Kirchenumfeld in weiterer Ferne.

Formsache war eine Änderung der Entwässerungssatzung. Die Verwaltung hatte festgestellt, dass die mit Beschluss vom 12. Dezember 1996 festgesetzte Reduzierung der Grundgebühr bei Nichteinleitung des ungenutzten Regenwassers in den Kanal in die Satzung vom 10. August 2011 nicht aufgenommen wurde.
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