Neujahrsempfang von Stadt Schnaittenbach und Pfarrei St. Vitus
Ehrenamt als Hauptschlagader

Bürgermeister Josef Reindl mit Gattin Isolde und seine Stellvertreter Manfred Schlosser sowie Uwe Bergmann mit Gattin Michaela (ab Zweiter von links) hatten beim Neujahrsempfang viele Hände zu schütteln, bis allen Gästen, wie hier dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Rudolf Kraus (links), persönlich die besten Wünsche ausgesprochen waren. Bild: ads
Politik
Schnaittenbach
23.01.2016
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Ein Beweis für die gute Zusammenarbeit der politischen und der kirchlichen Gemeinde war der gemeinsame Neujahrsempfang von Stadt Schnaittenbach und Pfarrei St. Vitus. Geprägt wurde er durch zünftige Musik, Ansprachen von Pfarrer und Bürgermeister sowie rege Gespräche beim späteren Stehempfang.

Bis Bürgermeister Josef Reindl und seine Stellvertreter Uwe Bergmann und Manfred Schlosser alle Gäste persönlich begrüßt hatten, spielte das Buchbergecho unter Leitung von Markus Bierler auf.

Kirchturm wird saniert


Pfarrer Josef Irlbacher ging in seiner Neujahrsansprache auf die Kirchenrenovierung ein. Auf der Baustelle sei es ruhig gewesen. Für 2016 kündigte er die Sanierung des Kirchenturms an. "Die Ausschreibungen laufen. Nach Ostern fällt der Startschuss für diesen Bauabschnitt, der mit 430 000 Euro veranschlagt ist", informierte der Geistliche. Nach Ende der Arbeiten am Turm werde bei genügend Rücklagen die Außen- und Innensanierung abgeschlossen. Für erstere, so hoffe er, gebe es Mittel aus der Städtebauförderung.

Bürgermeister Josef Reindl stellte in seiner Ansprache die örtliche Kommunalpolitik ins Zentrum, die mit vielen Entscheidungen die Fort- und Weiterentwicklung der Stadt im Fluss gehalten habe. Hier nannte er: Planungen für die Realisierung des Baugebiets Ostfeld, Abschluss des Fahrzeugkonzepts für die Feuerwehr Schnaittenbach, Sanierung der Sanitäranlagen im Naturerlebnisbad, Beginn des städtebaulichen Entwicklungskonzepts und Aufwertung der Kindertagesstätte St. Vitus mit einer Erlebnislandschaft. Weiterhin erwähnte er: Modernisierung der Stadt- und Pfarrbücherei, Planung der Sanierungsmaßnahme "Auf der Loh", Fertigstellung der AOVE-Fernwärmeleitung in Kemnath und des Radwegebaus Wernberg-Holzhammer, Sanierung der Staatsstraße 2399 im Bereich Kemnath sowie Neubau eines Sand- und Mahlwerkes der Firma AKW im Grubengelände West. "Ich denke, wir sind gut unterwegs, zumal sich auch die finanzielle Situation der Stadt so positiv entwickelt hat, dass bislang die Kreditneuaufnahmen 2015 noch nicht angetastet werden mussten", meinte der Rathauschef. Dank galt allen, die Verantwortung übernehmen und sich für ihre Stadt engagieren. "Das Ehrenamt ist die Hauptschlagader der Gemeinde", unterstrich er.

2016 fünf Schwerpunkte


Für 2016 sah Reindl fünf bedeutende Schwerpunkte: die Erschließungsumsetzung für das Ostfeld I, den Baubeginn zur Abwasserentsorgung für die Dörfer Sitzambuch, Demenricht und Trichenricht, die Umsetzung der Dorferneuerungsmaßnahmen in Sitzambuch und eines weiteren Bausteins der Städtebauförderung mit der Ordnungsmaßnahme "Auf der Loh" sowie die Neuausrichtung der künftigen Wasserversorgung im Ort Schnaittenbach. Dies wertete Reindl als ein ambitioniertes Jahresprogramm.

Respektvoller Umgang2016 werde wegen dem Flüchtlingsthema kein normales Jahr, blickte Pfarrer Josef Irlbacher beim Neujahrsempfang voraus. "Wie gehen wir mit diesen Menschen um?", fragte er. Seine Antwort als Christ: "Auch wenn diese Thematik die Gesellschaft zu zerreißen droht, ist eine respektvolle Haltung ihnen gegenüber jedes Christen ureigene Aufgabe." Jeglicher Hass widerspreche dem Christsein. In Schnaittenbach sah er gute Ansätze, den Respekt vor diesen Menschen zu leben.

Auch Bürgermeister Josef Reindl widmete sich der Flüchtlingsthematik: "Wenn man die Gesellschaft überfordert, wenn Fluchtursachen nicht bekämpft werden und Integration nicht gelingt, dann wird man einen weiteren drastischen Rückgang der Akzeptanz für Zuwanderung erleben." Um die nötige Integration zu gewährleisten, forderte er mehr Verteilungsgerechtigkeit unter den Gemeinden, Landkreisen sowie Bundesländern und allem voran in ganz Europa.

Das Stadtoberhaupt informierte, dass neben den zehn in Schnaittenbach lebenden Asylsuchenden weitere 22 Flüchtlinge avisiert seien, die ebenfalls dezentral untergebracht würden. Auch er forderte eine respektvolle Haltung gegenüber diesen Menschen. (ads)
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