Polit-Frühstück der Frauen-Union Schnaittenbach
Zum Fisch Politik als Beilage

Üppig Fisch gab es beim traditionellen Frühstück zu Beginn der Fastenzeit, das die Schnaittenbacher Frauen-Union im Gasthaus Haas veranstaltete. Bilder: ads (2)
Politik
Schnaittenbach
13.02.2016
155
0
 
Bezirksrat Martin Preuß griff beim Fischfrühstück der Schnaittenbacher Frauen-Union die Flüchtlings-Thematik auf.

Wie es sich in der Fastenzeit geziemt, wurde Fisch aufgetischt beim traditionellen Frühstück der Schnaittenbacher Frauen-Union. Als Beilage dazu kredenzte Ambergs Bürgermeister und Bezirksrat Martin Preuß politische Kost.

Recht zahlreich waren die CSU-Frauen zum Fischfrühstück im Gasthaus Haas erschienen. Aber auch einige Männer erblickte Vorsitzende Elisabeth Kraus unter den Besuchern. In seinem Vortrag betonte Martin Preuß die Bedeutung des Bezirkstags. Dessen Haushalt betrage 2016 über 411 Millionen Euro. Das Geld sei unter anderem bestimmt für Sozialhilfe, Kultur und Bildung, aber auch für die Teichwirtschaft in Wöllershofen. Hinzu kämen noch die Bezirkskrankenhäuser und medizinischen Einrichtungen in den Bereichen Neurologie und Psychiatrie mit einem Volumen von über 300 Millionen Euro.

Auch in Amberg


Die neurologische und psychiatrische Versorgung der Oberpfälzer sichere der Bezirk durch das Unternehmen Medbo (Medizinische Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz), das neue Wege gehe und auf die Fläche setzte. Diese Einrichtung widme sich den Schwerpunkten Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Neurologie, Neurologische Rehabilitation, Neuroradiologie sowie Pflege und Forensik. Medbo sei an sechs Standorten in der gesamten Oberpfalz - darunter auch Amberg - mit stationären, teilstationären und ambulanten Angeboten in den Kliniken vor Ort vertreten. In Amberg sei im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus eine Tagesklinik und Institutsambulanz für Kinder und Jugendliche eingerichtet, bis das geplante Gebäude dafür in unmittelbarer Nähe des Klinikums realisiert sei.

Nachdem Martin Preuß den Aufgabenbereich Kultur und Bildung vorgestellt hatte, widmete er sich dem Thema Inklusion. Motto müsse hier sein: "Mit Maß und Ziel und stets zum Wohl des Menschen." Gerade in diesem Bereich sei Solidarität gefragt. Der Bezirk Oberpfalz unterstütze neue Angebote und Initiativen, um die Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu verbessern und diesen Wege zum Arbeitsmarkt zu erschließen.

Schließlich wandte sich Preuß der Flüchtlings-Thematik zu. Der Bezirk übernehme als Träger der überörtlichen Jugendhilfe die Kosten für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Diese würden in Bayern und der Oberpfalz mit hohem Standard betreut, der teilweise gar nicht nötig sei. Hier sei eine bessere Differenzierung gefragt, meinte er. Die Ausgaben für diese jungen Menschen hätten sich im Vergleich zu 2011 mehr als verzehnfacht, 2016 lägen sie bei rund 35 Millionen Euro. Deshalb sei der Bezirkshaushalt im Vergleich zum Vorjahr um etwa 13 Prozent angestiegen.

"Die Stadt Amberg und der Landkreis arbeiten Hand in Hand, um die Flüchtlingsaufnahme bestens zu meistern", betonte Martin Preuß. Derzeit seien in Amberg 600 Flüchtlinge untergebracht, bis Ende des Jahres rechne man mit einem Anstieg auf 1000. "Die Ehrenamtlichen haben in der Bewältigung der Flüchtlingsströme teilweise übermenschliche Arbeit geleistet. Man kann ihnen diese Aufgabe nicht mehr zumuten, denn sie sind an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gegangen", stellte Preuß klar.

Mit Respekt begegnen


"Den Flüchtlingen muss mit Respekt begegnet werden. Im Gegenzug müssen die sich aber auch integrieren", sagte er. Er sprach sich für eine Entlastung der Ehrenamtlichen aus, die Sorgen der Bevölkerung müssten berücksichtigt werden. Grundsätzlich gelte es, in den Herkunftsländern der Flüchtlinge menschenwürdige Bedingungen zu schaffen, damit sie in ihrer Heimat bleiben könnten.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.