Schnaittenbacher Stadtrat befasst sich mit maroder Brücke
Unsicheren Fußes über den Mühlbach

Der Dorfplatz in Sitzambuch mit der Kapelle als Zentrum soll bei der Dorferneuerung aufgewertet werden. Bild: e
Politik
Schnaittenbach
19.04.2016
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Laut Bürgermeister Josef Reindl handelt es sich hierbei um die aktuell größte Baustelle in Schnaittenbach und noch dazu um eine sehr attraktive. Deshalb sei auch die Nachfrage nach Bauparzellen groß. Die Rede ist vom Neubaugebiet Ostfeld 1, das erneut Thema im Stadtrat war.

Schnaittenbach. (e) Die Arbeiten verliefen effizient, bis dato gebe es dort keine Probleme, stellte das Stadtoberhaupt fest. Die gab es im Stadtrat auch nicht, als es jetzt darum ging, in die Erschließung (erster Bauabschnitt) des Neubaugebiets die Parzellen 19 und 21 gleich mit einzubeziehen. Dafür müsste die Straße vier um rund 60 Meter verlängert werden.

Bereits reserviert


Die Kosten für Straße, Kanal und Wasserleitung liegen bei etwa 81 000 Euro. Bei einer späteren Erschließung der Parzellen 19 und 21 sei mit 15 Prozent Mehrkosten zu rechnen, darüber hinaus lägen bereits Reservierungen für die beiden Grundstücke vor. Nach eingehender Diskussion schloss sich der Stadtrat den Empfehlungen des Bauausschusses an und stimmte geschlossen der Verlängerung der Straße zur Erschließung der Parzellen 19 und 21 zu.

Eine Rolle spielt dabei auch die Straßenbeleuchtung: Für 14 Brennstellen im Neubaugebiet Ostfeld I (Bauabschnitt 1) gab die Firma Bayernwerk ein Angebot über 19 519 Euro ab. Dabei fehlen jedoch zwei Lampen, die bei einer Kompletterschließung benötigt würden - Mehrkosten in Höhe von 2788 Euro würden entstehen. Der Stadtrat beschloss ohne Gegenstimmen, die Straßenbeleuchtung auf 16 Brennstellen im Neubaugebiet zu erweitern und vergab den Auftrag zu einem Angebotspreis von 22 307 Euro an die Firma Bayernwerk AG. Eine größere Diskussion kam über die geplante Sanierung der Brücke über den Hirschauer Mühlbach in der Max-Reger-Straße auf. Zur Erinnerung: Die Landesgewerbeanstalt Nürnberg hatte mehrere Brücken in Schnaittenbach überprüft und darauf hingewiesen, dass das Bauwerk über den Mühlbach zeitnah saniert werden muss. Der Grund: Sie sei für Fahrzeuge zwar verkehrssicher, für die Fußgänger aber nicht.

Die Sanierung sollte laut Bürgermeister mit dem Einbau einer Abdichtung beginnen und die Erneuerung der Kappen mit Geländer sowie des Asphaltbelages und der Übergangskonstruktion umfassen. Die Verwaltung schätzte die Gesamtkosten auf 92 000 Euro, die auch im Haushalt 2016 eingestellt sind.

Nicht als Komplettpaket


Kernpunkt der Diskussion war die Frage, ob die Maßnahme als Komplettpaket von der Stadt selbst ausgeschrieben werden könnte. Dafür gab es schlussendlich keine Mehrheit, nachdem auch der dafür zuständige Bauamtsangestellte Klaus Kittler dagegen plädiert hatte. Nunmehr ist klar, dass die Brücke umfassend saniert und hierfür das Ingenieurbüro Rubenbauer eingeschaltet wird.

Veranschlagte Kosten: 1 392 347 EuroSitzambuch wird sozusagen runderneuert. Der Schnaittenbacher Stadtrat hat in seiner Sitzung einer entsprechenden Kostenvereinbarung zwischen der Teilnehmergemeinschaft und der Stadt zugestimmt. Bei der Dorferneuerung werden öffentliche Anlagen erneuert oder geschaffen. Der Kostenvoranschlag beträgt insgesamt 1 392 347 Euro, die Kostenbeteiligungsquote umfasst 39 Prozent. Somit ergibt sich für die Stadt ein Anteil von 487 142 Euro. Elf Einzelposten sind aufgeführt: Gemeindeverbindungsstraße (201 Meter), Dorfstraße, Platzgestaltung, Bushaltestelle, Kapelle (522 Meter), drei öffentliche Feldwege (rund 1200 Meter), Abbruch Waaghäusl, Neubau Bushäuschen, Grünanlagen, Energieberatung und Nebenkosten. Die Stadt übernimmt das Eigentum und den Unterhalt an sämtlichen genannten öffentlichen Straßen in Sitzambuch. (e)
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