Schnaittenbacher Stadtrat diskutiert Parksituation
Keine Lex Blumenstraße

An der Blumenstraße in Schnaittenbach sollen laut Stadtrats-Beschluss probeweise einige Parkplätze ausgewiesen werden. Bild: e
Politik
Schnaittenbach
27.07.2016
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Die Parksituation in der Blumenstraße beschäftigte nach dem Bauausschuss auch den Schnaittenbacher Stadtrat. Der diskutierte das Thema eine geschlagene Dreiviertelstunde lang. Anwohner, die wissen wollten, wie der ruhende Verkehr künftig aussehen wird, verfolgten gespannt die Debatte.

Nur bei genügend Platz


Karin Klein von der Verwaltung schilderte im Stadtrat detailliert die Problematik, berichtete von vielen Kontakten mit Polizei und Unterer Verkehrsbehörde. Wie Klein zusammenfasste, darf das Parken auf Gehwegen nur zugelassen werden, wenn genügend Platz für Fußgänger, gegebenenfalls mit Kinderwagen, oder Rollstuhlfahrer auch im Begegnungsverkehr übrig bleibt. In der Blumenstraße befinden sich zudem Treppenausgänge unmittelbar neben dem Gehweg - Kinder könnten aus dem Haus laufen, während ein Auto auf dem Gehweg fährt. Darüber hinaus befinden sich viele Kellerschächte im Gehweg. "Somit rät die Verwaltung dringend davon ab, das Gehwegparken zu erlauben", fasste Karin Klein zusammen.

Bürgermeister Josef Reindl schloss sich dieser klaren Positionierung an. Auch Polizei und Landratsamt lehnten das Parken auf dem Gehweg ab. Da blieb für den Stadtrat kein Spielraum mehr, eine Lex Blumenstraße, wie ins Spiel gebracht, sollte es nicht geben. Haftungs- und Schadenersatzforderungen könnten bei einer unerlaubten Genehmigung im Falle des Falles auf die Stadt zukommen. Diesen Schuh wollte sich niemand anziehen.

Nun wurde eifrig über die Zukunft der Blumenstraße diskutiert. Eine Einbahnstraßenregelung wurde ins Spiel gebracht, es wäre nach der Hammerleite die zweite in der Stadt. Das Gremium überlegte hin und her, wie die Situation zur Zufriedenheit aller gelöst werden könnte.

Testlauf bis Mai


Nachdem so ziemlich alle Räte ihre Meinung dargelegt hatten, fand bei der Abstimmung die Einbahnstraßenregelung (5:10) keine Mehrheit. Letztlich einigte man sich auf eine Lösung auf Probe, die bis Mai kommenden Jahres gilt: Kurz- und Dauerparken sollen auf der Südseite der Straße erlaubt werden, unter anderem rund vier auf Höhe der Bäckerei Graf sowie bei den Hausnummern 22 bis 24. Auf der Nordseite der Blumenstraße soll absolutes Halteverbot herrschen. Ob das eine praktikable Lösung ist, soll der Testlauf zeigen.
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