Sitzung des Schnaittenbacher Stadtrats
Ein Kommen und Gehen

Bürgermeister Josef Reindl verabschiedete Dr. Martin Nagler (links) und vereidigte dessen Nachfolger Christian Müller (rechts). Bilder: e (2)
Politik
Schnaittenbach
14.05.2016
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Premiere und Abschied bei der Sitzung des Schnaittenbacher Stadtrats: Verwaltungsoberinspektorin Valeria Bernhardt hatte erstmals als Kämmerin den Etat vorbereitet. Und Dr. Martin Nagler (CSU) schied aus beruflichen Gründen auf eigenen Wunsch aus dem Gremium aus.

Schnaittenbach. (e) Bürgermeister Josef Reindl würdigte "die sehr wertvolle Stadtratsarbeit" Naglers, sein Weggang werde vom gesamten Gremium bedauert. "Unnachahmlich, was du in dieser achtjährigen Zeit geleistet hast", gab ihm das Stadtoberhaupt mit auf dem Weg und hob das "extrem ausgeprägte Zahlenverständnis" des scheidenden Stadtrats hervor. Er habe viel geleistet für seine Heimatstadt Schnaittenbach. Nagler sagte zum Schluss, es sei ihm "Ehre und Freude gewesen, im Stadtrat zu sein" und seine Überzeugung zu vertreten: "Freilich manchmal zur Freud und manchmal zum Leid der Kollegen." Christian Müller rückt für Nagler in das Gremium nach, Bürgermeister Reindl vereidigte ihn.

Ein Stadtrat geht, einer kommt - das ist nicht ungewöhnlich. Bewegender war da schon ein zweiter Weggang: Bürgermeister Josef Reindl musste einen Mann verabschieden, der sozusagen zum Inventar der Stadtverwaltung gehört. Verwaltungsamtmann und Geschäftsleiter Erwin Struck, seit 1978 bei der Stadt angestellt, nahm in seiner letzten Stadtratssitzung symbolisch seinen Hut - um ihn dann im Ruhestand aufsetzen zu können. Diesen Schritt gehe er mit einem lachenden und einem weinenden Auge, sagte Struck, zu sehr verbunden sei er mit der Verwaltung und der Kommune. Der Bürgermeister würdigte in einer Laudatio seine große Kompetenz, seine Zuverlässigkeit und Vorbildfunktion. Seine letzte Tätigkeit in der öffentlichen Sitzung: die Vergabe der Bauleistungen für die Kanalisation und die Baumaßnahmen in der Ortschaft Sitzambuch.

Für Erwin Struck gab es viel Beifall. Damit allerdings waren die Lobeshymnen noch nicht ganz am Ende: Das Stadtoberhaupt nahm die Haushaltssitzung zum Anlass, einem Stadtratsmitglied zu gratulieren und zu danken, der 30 Jahre dem Plenum angehört: Reinhold Strobl (SPD). Der war sichtlich überrascht, auch ihm war der Beifall der Kollegen sicher.
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