SPD-Fraktion zieht Bilanz bei Photovoltaikanlagen
Sonne bringt sattes Plus

Vor fünf Jahren beantragte die SPD-Fraktion Photovoltaikanlagen auf stadteigenen Dächern. Zweiter Bürgermeister Uwe Bergmann (Dritter von rechts) zog mit Gerald Dagner, Rudolf Bergmann, Reinhold Strobl und Fraktionssprecher Georg Dobmeier (von links) eine sehr gute Bilanz. Bild: ads
Politik
Schnaittenbach
12.08.2016
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Photovoltaikanlagen rechnen sich. Dafür haben die Mitglieder der SPD-Fraktion eindeutige Zahlen. Bis zum Jahr 2020 soll die Stadt unabhängig von fossiler Energie sein.

"In etwa sieben Jahren werden die Anlagen abbezahlt sein, so dass die Stadt jährlich, je nach Effizienz, circa 40 000 Euro vor Steuern auf der Habenseite verbuchen kann." Mit diesen Zahlen legte 2. Bürgermeister Uwe Bergmann dar, wie rentabel die Photovoltaik ist.

2011 ließ der Stadtrat auf SPD-Initiative nach einer Wirtschaftlichkeitsberechnung insgesamt sechs Anlagen auf der Grund- und Mittelschule, dem Feuerwehrgerätehaus und auf der Kläranlage in Eigenregie errichten. Um das von der Stadt erklärte Ziel zu erreichen, zusammen mit den anderen AOVE-Gemeinden bis 2020 energieautark zu werden, sei damals eine Investition von knapp 395 000 Euro, finanziert über Bausparverträge, notwendig gewesen. Um Bilanz zu ziehen, lud Bergmann seine Fraktionskollegen um Sprecher Georg Dobmeier zum Ortstermin. "Von 2011 bis 2015 sind gut 170 000 Euro an Einspeisevergütung an die Stadt geflossen, 29 000 Euro werden jährlich davon an Tilgungsleistungen bezahlt, so dass immer noch ein sattes Plus für die Stadt hängen bleibt", informierte der 2. Bürgermeister. Sonnenkraftwerke gibt es weiterhin auf dem Dach des städtischen Kindergartens, der Sporthalle und dem Naturerlebnisbad. "Photovoltaik als ein Baustein für die Unabhängigkeit von fossiler Energie ist unumgänglich und zusammen im Mix mit Windrädern und Fernwärmenetzen ist unsere Region auf einem guten Weg", ist sich Bergmann sicher.

Regenerative Energien haben Zukunft"Allein durch die stadteigenen Anlagen an der Schule wurden in den zurückliegenden fünf Jahren etwa 500 000 kWh Strom in das Netz eingespeist. Die CO2-Einsparung lag bei etwa 348 000 Kilo. So decken diese Photovoltaikanlagen den jährlichen Strombedarf von ungefähr 30 Haushalten", rechnete Stadtrat Gerald Dagner vor. Auch sei von Vorteil, dass sich ein örtlicher Handwerksbetrieb um das Projekt kümmere, der bei Wartungen und Reparaturen schnell reagieren könne. Für die SPD sei die Energiewende in Schnaittenbach noch lange nicht abgeschlossen, betonte Stadtrat Reinhold Strobl. Durch die Einstellung des AOVE-Klimaschutzmanagers erhoffe er sich weitere Impulse. Die energetische Sanierung des Kindergartens St. Vitus sei nur ein weiterer Schritt zur Energieautarkie der Gemeinde. (ads)
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Dr. Peter Steinbock aus Eschenbach in der Oberpfalz | 12.08.2016 | 20:24  
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