stadtratssitzung in Schnaittenbach
Grünes Licht fürs Ostfeld 1

Politik
Schnaittenbach
15.12.2015
32
0

Schon zeitig im Frühjahr soll die Teilerschließung des neuen Baugebiets "Ostfeld 1" für zunächst 21 Parzellen beginnen. Weitere 17 Bauplätze sollen später folgen. Der Stadtrat gab in seiner Jahresabschlusssitzung seine Zustimmung. Zuvor erfolgt aber noch eine Bodenerkundung durch ein Ingenieurbüro für Geotechnik.

Nach der vorläufigen Kostenannahme des Ingenieurbüros Seuß vom 12. Juni belaufen sich die Erschließungskosten auf rund 1 917 000 Euro (595 000 Euro äußere Erschließung und 1 322 000 Euro innere Erschließung).

Nach einer Vorbesprechung mit dem städtischen Bauamt am 22. Oktober hat nunmehr das Ingenieurbüro die Entwurfsplanung für den 1. Bauabschnitt fertiggestellt. Wilhelm Fick vom Büro Seuß erläuterte den Stadträten nun Details zum Bebauungsplan. Die Verkehrserschließung erfolgt über zwei Straßen mit Anschluss an die AS 19, die Baugebietszufahrt. Der Knotenpunkt in der Mitte wird als Kreisverkehrsplatz mit einem Durchmesser von 26 Metern ausgebildet. Für weitere Erschließungsstraßen werden im ersten Abschnitt nur die Anschlüsse hergestellt, der Ausbau wird überwiegend im zweiten Schritt gemacht.

Ein Trennsystem


Die Entwässerung erfolgt im Trennsystem, mit einem Schmutzwasserkanal und einem Regenwasserkanal. Der Erstere wird in der Straße "Am Spitzgarten" an den vorhandenen Kanal angeschlossen. Die Regenwasserableitung erfolgt über Stahlbetonrohrleitungen in den Wilberbach. In diesen darf nur eine bestimmte Menge eingeleitet werden.

Deshalb ist ein Regenrückhaltebecken zu errichten, im dem das anfallende Regenwasser zurückgehalten und gedrosselt abgeleitet werden kann. Die Wasserversorgung erfolgt durch den Anschluss an das vorhandene Ortsnetz. In der Aussprache zur Vorlage regte Manfred Schlosser an, mit dem Beschluss einen eventuell möglichen Gasanschluss für das Baugebiet nicht zu blockieren. Offen blieb die Frage, ob die Telekom das Baugebiet mit einem Glasfaseranschluss versorgen wird. Sollte die Telekom nur Kupferkabel anbieten, müsse man sich nach einen anderen Anbieter umsehen, riet Erwin Struck von der Verwaltung.

Einvernehmen herrschte im Stadtrat, dass zur Standsicherheit der Neubauten ein Bodengutachten eingeholt werden soll. Die Firma AKW hatte bereits 2004 und 2006 eine Baugrunduntersuchung durch ein Ingenieurbüro für Geotechnik in Auftrag gegeben. Das Büro begleitete bereits die Auffüllungs- und Verdichtungsarbeiten in den Jahren 1999 bis 2004 fachlich und kontrollierte das Ganze. Das Unternehmen stellte die Gutachten der Stadt zur Verfügung.

Boden untersuchen


Ebenso sind speziell auf die Erschließungsmaßnahmen abgestimmte Baugrunduntersuchungen, insbesondere im Bereich der durch Witterungseinflüsse beanspruchten oberen Deckschicht, zu machen.

Rechtssicherheit klären


Außerdem sind noch Fragen zur Rechtssicherheit im Baugebiet selbst offen. Man will klären lassen, ob das Gebiet ohne Einschränkungen bebaut werden kann. Für diese Aufgabenstellung hat nunmehr das Ingenieurbüro für Geotechnik Reichert GmbH, Oschatz, ein Angebot für die Baugrunduntersuchung und -beurteilung, geotechnische, hydraulische und umwelttechnische Beratung abgegeben. Das Büro Seuß schlug dem Stadtrat nun vor, die Firma mit einer Angebotssumme von 13 641,27 Euro mit den Bodenerkundigungen zu beauftragen, da das Fachbüro auf seine Gutachten von 2004 und 2006 aufbauen kann, was eine hohe Kosteneinsparung mit sich bringt.

Der Stadtrat folgte der Empfehlung einstimmig. Nach Einschätzung des Ingenieurbüros könnte schon im August 2016 mit der Bebauung begonnen werden.
Weitere Beiträge zu den Themen: Baugebiet (42)Kanal (25)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.