Teilerschließung des Neubaugebiets Ostfeld 1 Thema im Sxchnaittenbacher Stadtrat
Stadt nimmt viel Geld in die Hand

Politik
Schnaittenbach
29.02.2016
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Von einer "richtig großen Summe" sprach Bürgermeister Josef Reindl, als es im Stadtrat um die anstehende Teilerschließung des Neubaugebiets Ostfeld 1 ging. In vielen Sitzungen hatte sich das Gremium mit diesem Thema befasst, ehe nun der Auftrag in Höhe von 1,27 Millionen Euro dem günstigsten Bieter erteilt wurde.

Schnaittenbach. (usc) Acht Angebote lagen vor, die das Ingenieur-Büro Seuss aus Amberg geprüft hatte. Dabei war die Firma Sommer aus Wegscheid mit 1 273 578 Euro das wirtschaftlichste Unternehmen. Baubeginn soll schon im März, Fertigstellung Ende August sein. Das könne sich aber aufgrund der personellen Ausstattung der Baufirma etwas verzögern, informiert der Bürgermeister das Gremium. Der Stadtrat stimmte der Auftragsvergabe zu.

Fliederweg als nächstes


Auf Empfehlung des vorberatenden Bauausschusses hin wurde einem CWU-Antrag auf Fortführung der Sanierungsmaßnahmen an Siedlungsstraßen in Kemnath stattgegeben. Demnach sollte der Fliederweg als nächstes saniert werden. Den dortigen Kanal inklusive der Anschlüsse hatte das Ingenieur-Büro Seuss anhand der TV-Inspektion aus dem Jahr 2008 beurteilt und die Kosten der Reparaturmaßnahmen einschließlich Baunebenkosten auf 72 175 Euro geschätzt.

Die Sanierung des Fliederweges im eventuellen Vollausbau sowie der Ebensbergerstraße ohne Sicker- und Entwässerungsleitungen, Straßeneinläufen und Kabelgrabarbeiten kostet nach Schätzung der Stadtverwaltung insgesamt 135 000 Euro, eine Entwässerungsrinne (Muldensteine) eingeschlossen.

Bei einer Sanierung des Fliederweges mit Abfräsen der Asphaltdeckschicht würden mit allen Nebenarbeiten und der Erneuerung der Entwässerungsrinne Kosten von etwa 57 000 Euro anfallen. Dies wäre aber wegen der Kanalsanierung in offener Bauweise nicht möglich. Die Erneuerung der Wasserleitung fällt nach Darstellung des Bürgermeisters nicht in den Aufgabenbereich der Stadt, sondern sei Sache des Zweckverbands (ZV) Neunaigen-Kemnath.

Die Stadt hatte dort nachgefragt, ob im Zuge einer Straßensanierung die vorhandene Leitung saniert werde. Der Bauausschuss war dafür eingetreten, dieses Projekt 2017 umzusetzen. Dabei sollten alle Maßnahmen wie Kanalsanierung, Vollausbau und auch die Wasserleitung des Zweckverbands Neunaigen-Kemnath zusammen ausgeschrieben werden. Der Stadtrat schloss sich dem an.

Der VW-Transporter des Bauhofs weist große Mängel auf und kam nicht mehr durch den TÜV. Deshalb beschloss der Stadtrat, einen Ersatz anzuschaffen. Er beauftragte die Stadtverwaltung, Angebote einzuholen und die Lieferung an den wirtschaftlichsten Anbieter zu vergeben. Dies gilt auch für die Ersatzbeschaffung eines neuen Kommunalschleppers mit Gesamtkosten von rund 120 000 Euro. Formsache für den Stadtrat war die Einziehung des nicht ausgebauten öffentlichen Feld- und Waldwegs Torwiesweg. Dieser wird auf einer Länge von 260 Metern für den Bau der Ortsumgehung Mertenberg im Zuge der Staatsstraße 2399 benötigt. Das Teilstück verliert dadurch jegliche Verkehrsbedeutung.

Satzung modifiziert


Neu regelte der Stadtrat den Aufwands- und Kostenersatz für Einsätze und andere Leistungen der Feuerwehren. Die derzeitig gültige Gebührensatzung stammt aus dem Jahre 2001. Die Anschaffung der neuen Fahrzeuge HLF 20 und GWL 1 sowie der Wegfall der alten Fahrzeuge machte nach Auffassung der Stadt eine Überarbeitung erforderlich.

Zu einer Anhebung der Gebühren führt auch die beschlossene neue Satzung über die Benutzung des Friedhofs und der Bestattungseinrichtung in Holzhammer. Dort liegen die Gebühren nach der Anhebung immer noch unter den Sätzen für den Schnaittenbacher Friedhof und werden wohl in nicht allzu ferner Zukunft noch einmal erhöht.

Fußgängerbrücke wird erneuertGrünes Licht gab es im Stadtrat für die Erneuerung der Fußgängerbrücke über den Ehenbach in der Ortsstraße Am Forst. Dieser Übergang ist in die Jahre gekommen und muss zeitnah erneuert werden. Nach Erkenntnis des Ingenieur-Büros Bräutigam Consult aus Nabburg ist die Konstruktion zu großen Teilen morsch. An den Tragwerksbalken wurde auch Pilzbefall (Hausschwamm) festgestellt. Die Widerlager, auf denen der Hauptträger ruht, müssen komplett neu betoniert werden. Das Büro rät dazu, die Brücke bald zu erneuern.

Aus statischer Sicht und wegen der Lebensdauer sollte für die Hauptträger verzinkter Stahl verbaut werden. Als Belag sollen Holzbalken aus Lärche Verwendung finden. Die Kosten für den Neubau der Fußgängerbrücke belaufen sich auf rund 23 000 Euro. Sollte der Belag einschließlich Geländer ebenfalls in Metall ausgeführt werden, müsste mit Mehrkosten von etwa 9500 Euro gerechnet werden. Nach kurzer Diskussion folgte der Rat der Empfehlung des Bauausschusses, die neue Fußgängerbrücke mit Lärchenholzbelag herzustellen. (usc)
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