Treppengeländer sind kein Klettergerüst
Kindergarten setzt auf bauliche Sicherheit

Ein paar Blicke genügten, da war sich auch der Bauausschuss einig, dass das Treppengeländer in der Kindertagesstätte aus Sicherheitsgründen nachgerüstet werden muss. Angebote wurden schon eingeholt, der Auftrag vergeben. Bild: e
Politik
Schnaittenbach
04.04.2016
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Rund 21 Jahre hat der Kindergarten in Schnaittenbach auf dem Buckel. Er wurde inzwischen auch um eine Krippe erweitert. Damit haben sich die Anforderungen an die bauliche Sicherheit verändert. Etwa im Treppenhaus.

Mit dabei waren seinerzeit Ingrid Dierig-Stelzl vom Kommunalen Unfallversicherungsverband und die Kindergarten- und Krippenleitung mit Barbara Thaler und Antonia Dobmeier. Sie erzählten aus ihrer Alltagserfahrung, dass öfters Buben und Mädchen auf das Treppenhausgeländer kletterten. Eine zumindest potenzielle Unfallgefahr sei damit gegeben. Nach Meinung der Vertreterin des Kommunalen Unfallversicherungsverbandes sollte nach solchen Beobachtungen und der festgestellten Tatsache, dass das Geländer nicht mehr den aktuellen Sicherheitsrichtlinien entspreche, eine Absturzsicherung angebracht werden.


Parallel regte sie an, den Treppenhandlauf so abzuändern, dass kein Verfangen von Ärmeln mehr möglich ist. Vor Ort erläuterte Kindergartenleiterin Barbara Thaler dem Ausschuss die Problematik.
Bürgermeister Josef Reindl und technischer Bauamtsleiter Klaus Kittler berichteten, dass dieses Sicherheitsmanko unverzüglich aufgegriffen und von der Stadtverwaltung bereits vier Angebote für eine Absturzsicherung eingeholt worden seien.

Im üblichen Rahmen


Das Bauamt habe sie rechnerisch und technisch geprüft - "die Kosten entsprechen dem ortsüblichen Niveau", sagte Klaus Kittler. Schließlich einigte sich der Bauausschuss einstimmig auf Treppengeländer-Verblendungen mit beschichteten Multiplexplatten. Die Kosten wurden auf rund 2400 Euro brutto beziffert.

Noch ein Wunsch


Abhilfe geschaffen werden soll auch bei den Treppenhandläufen durch Bögen im Anfangsbereich, um ein "Verfangen oder Einhängen mit Ärmeln" zu verhindern. Für die dazu nötigen baulichen Veränderungen sind rund 460 Euro veranschlagt. Nach Abschluss beider Maßnahmen müsste die Sicherheit für alle Kinder im Treppenhaus gemäß den geltenden Richtlinien völlig gewährleistet sein, hieß es.

Bei dem Ortstermin wies die Kindergartenleiterin darüber hinaus darauf hin, dass Überbauschränke bei den Garderoben sinnvoll wären, um sie als Stauraum nutzen zu können. Die vorhandenen bloßen Ablagen würden nicht mehr ausreichen. Auch dieser Anregung gegenüber zeigte sich das Gremium aufgeschlossen. Die Verwaltung soll deshalb ein entsprechendes Angebot einholen. Geschätzt wurden die Kosten überschlägig auf rund 1500 Euro.
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