Anziehungskraft des Schnaittenbacher Buchbergfests ungebrochen
Dem Göttlichen und Überirdischen hier so nah

Überaus große Besucherzahlen konnte der Heimat-und Volkstumsverein bei der 95. Auflage des Buchbergfestes verbuchen. Die Ehenbachtaler Blaskapelle (hinten) unter Leitung von Johannes Pilarski sorgte beim Festakt mit zünftiger Blasmusik für die musikalische Umrahmung. Bild: ads
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Schnaittenbach
08.08.2016
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Herrlicher Sonnenschein war dem Heimat- und Volkstumsverein Ehenbachtaler für das 95. Buchbergfest beschert. Eine rekordverdächtige Besucherzahl ließ die Traditionsveranstaltung zum vollen Erfolg werden. Nach gutem Brauch eröffnete den Festsonntag eine Waldmesse an der Nepomuk-Kapelle, auf die der Festakt an der Buchberghütte folgte. Nachmittags erwartete die Besucher ein Musik- und Folkloreprogramm.

Eine große Schar an Gläubigen war am Morgen zur Nepomuk-Kapelle gepilgert. Feierlich gestaltete ein Aushilfspriester aus Polen den Gottesdienst, den der Landfrauenchor unter Leitung von Hans Albrecht und die Blechernen Sait'n umrahmten. Anschließend ging es zum Festplatz an der Buchberghütte, wo die Besucher von der Ehenbachtaler Blaskapelle unter Leitung von Johannes Pilarski mit flotten Klängen begrüßt wurden. Ehenbachtaler-Vorsitzender Peter Meier erwähnte, dass der Theaterverein "Freilichtbühne am Buchberg" nach den Umbaumaßnahmen an Hütte und Bühne wieder an seinen ursprünglichen Wirkungsort zurückgekehrt sei.

Als Festredner wollte Landrat Richard Reisinger mit Gedanken zur Symbolkraft von Bergen und zur Bedeutung der Bergfeste im Landkreis den Besuchern die Gewissheit geben, dass sie an diesem Tag mit dem Buchberg den richtigen Ort zum Feiern gewählt hatten. Die Berge hätten große Anziehungskraft, denn die Menschen suchten von jeher die Nähe zum Himmel, zum Göttlichen und Überirdischen. Der Festredner lenkte den Blick auf das Amberg-Sulzbacher Land mit seinen zahlreichen Bergfesten. "Gerade die Metropolregion Nürnberg bescheinigt unserer Gegend, dass sie für die Montangeschichte steht, aber auch für ihre urigen Bergfeste", betonte der Landrat.

Ob Anna-, Frohn- oder Buchberg: "Es sind schon gesegnete Orte, die wir hier haben; Orte, an denen sich Weihrauch und Bratwurstduft ganz im Sinne der barocken Lebensweise vermischen. Orte, wo geistliche und weltliche Einkehr nicht im Widerspruch stehen. Orte, die wir in Einklang mit Gott und der Natur erleben können, und Orte, an denen sich alle Generationen wohlfühlen", unterstrich der Festredner. Der Landkreis verzichte bewusst auf überregionale Werbung für die Bergfeste, um einen rein weltlich motivierten Besucherandrang zu unterbinden und den ursprünglichen Wallfahrts-Charakter nicht zu gefährden.

Nach den Ehrungen (Bericht folgt) ließen sich die Besucher die Oberpfälzer Schmankerln schmecken. Nachmittags waren Tanz- und Schuhplattlerdarbietungen, ein Auftritt der Goaßlschnalzer aus Neuersdorf und ein Folkloreprogramm mit zahlreichen Tänzen unter Leitung von Melanie Zerhau und Erwin Meier geboten. Gegen Abend spielte die Ehenbachtaler Trachtenkapelle unter Leitung von Norbert Allwang auf.
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