Feuerwehr Schnaittenbach übt bei ihrer Aktionswoche
Komplizierte Aufgabe gut gelöst

Schwierig gestaltete sich die Rettung einer verletzten Person über eine Förderbandstraße. Bild: wfw
Vermischtes
Schnaittenbach
05.10.2016
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Nicht um einen Ernstfall, sondern ein durchdachtes Übungsszenario in der Feuerwehr-Aktionswoche handelte es sich, als am Samstag gegen 14 Uhr die Sirenen in Schnaittenbach heulten. Kommandant Michael Werner von der örtlichen Wehr hatte im Werk der Firma AKW-Kick ein fiktives, in der Realität aber durchaus mögliches Unglücksgeschehen vorbereitet.

Die Alarmmeldung aus der Einsatzzentrale der Feuerwehr Amberg lautete: "Brand eines Förderbandes im Werk Schnaittenbach der Firma AKW-Kick, zwei Personen verletzt, eine weitere Person vermisst." Die mit der Feuerwehr Schnaittenbach nach und nach eintreffenden Wehren aus Kemnath, Holzhammer und Neuersdorf erhielten vor Ort die ersten Informationen.

Menschenleben in Gefahr


Umgehend wurden die ersten Maßnahmen eingeleitet. Da Menschenleben in Gefahr waren, machten sich die Atemschutztrupps der Feuerwehren Schnaittenbach und Kemnath zuerst daran, die verletzten Personen zu retten und Vermisste zu suchen. Parallel dazu wurde das Feuer gelöscht und die Einsatzstelle abgesichert. Die Löschwasserversorgung wurde sichergestellt durch einen Hydranten auf dem Werksgelände und eine Schlauchleitung aus einem nahe gelegenen Klärweiher, die die Feuerwehr Neuersdorf aufbaute.

Die Rettung eines Verletzten erfolgte aus Sicherheitsgründen über die Förderbandstraße und stellte sich entsprechend schwierig dar. Die Besatzung des Gerätewagens Logistik der Feuerwehr Schnaittenbach baute dazu mit Unterstützung durch die Feuerwehr Holzhammer eine Rettungsplattform auf.

Nachdem alle Einsatzaufträge abgearbeitet waren, trafen sich die teilnehmenden Kräfte zur Endbesprechung. Kommandant Michael Werner dankte für die gute Zusammenarbeit. Kreisbrandinspektor Karl Luber zollte den Feuerwehrmännern und -frauen großes Lob für ihre Leistung und die Einsatzbereitschaft an einem Samstagnachmittag.

Mustergültige Arbeit


"Es versteht sich von selbst, dass es bei jedem Einsatz und bei jeder Übung, insbesondere bei dem schwierigen Thema Personenrettung, Ansatzpunkte für Verbesserungen gibt. Aber letztendlich wurden alle Aufträge umsichtig und ohne Probleme erfüllt", resümierte er. Insgesamt seien die Aufgaben mustergültig gelöst worden. Auch Bürgermeister Josef Reindl hatte sich von der Einsatzbereitschaft und der Schlagkraft seiner Feuerwehren überzeugt. Das Stadtoberhaupt dankte den Einsatzkräften, dass sie sowohl bei Übungen als auch bei Ernstfällen stets zur Stelle sind und die bestmögliche Leistung zeigen.

Kommandant Michael Werner dankte den insgesamt etwa 50 eingesetzten Kräften für ihre Bereitschaft zur Weiterbildung und Vertiefung des Kenntnisstandes. Vor Ort waren auch Hubert Posset von der Werkfeuerwehr der Firma AKW-Kick sowie Kreisbrandrat Fredi Weiß und die Kreisbrandmeister Christoph Strobl und Martin Schmid.
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