Haflingerzüchter zeichnen Originale aus
Medaillen für die "zwei alten Heiter"

Ewald Kötzendörfer (Zweiter von links) und Eberhard Pickel (Dritter von links) erhielten aus den Händen des Vorsitzenden der Haflingerfreunde, Lorenz Gebert (links), und seines Stellvertreters Robert Zimmermann (rechts) die bischöfliche Ehrenmedaille. Bild: hfz
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Schnaittenbach
24.03.2016
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Schnaittenbach: Gathaus Zum Beckn | Lange mussten sie darauf warten, nun wurde es ernst für Ewald Kötzendörfer und Eberhard Pickel , beide aus der Gemeinde Edelsfeld. Die Haflingerzüchter und Pferdefreunde Kemnath am Buchberg reichten die bischöflichen Medaillen nach, die den beiden schon im vergangenen Jahr versprochen worden waren. Kötzendorfer und Pickel sollten die Auszeichnung anlässlich des 50. Pfingstrittes 2015 erhalten, da sie im selben Jahr an allen elf Haflinger-Stammtischen teilgenommen hatten. Jedoch waren die Medaillen ausgegangen, mussten erst wieder "produziert" werden.

"Mit Ewald und Hartl zeichnen wir zwei seltene Originale und begeisterte Haflingerfreunde aus", stellte der Vorsitzende Lorenz Gebert fest. Er und 2. Vorsitzender Robert Zimmermann lobten die beiden in höchsten Tönen. Als Fahrgemeinschaft reisen sie schon seit Jahren zu allen Haflingerveranstaltungen in der Region. Wegen ihres freundlichen und umgänglichen Wesens sind die beiden bei den Haflingerfreunden hoch geschätzt und auch mit einem Spitznamen bedacht worden: Am Kirchweih-Montag in Seiboldsricht erhielten sie den Titel "Die zwei alten Heiter" (oberpfälzisch für zwei betagte Pferde). Bei ihren zuweilen weiten Anreisen kommen sie fast immer als letzte an, gehen aber auch immer als letzte wieder heim. Ewald Kötzendörfer bewirtschaftet in Steinling als Einzelkämpfer seinen Bauernhof wie früher: mit allen Haustieren, von Milchkühen über Hasen, Hunden, Katzen und Ziegen bis zu Tauben, Hühnern, Enten und Gänsen. Eberhard Pickel hat seine Felder verpachtet, nur seine alte weiße Geiß bewohnt noch den ehemaligen Kuhstall. Sein nagelneuer Bulldog und ein originelles "Papamobil" sind sein ganzer Stolz. Die beiden Geehrten hatten zwar noch nie einen Haflinger im Stall, aber in früheren Jahren doch die Feldarbeit mit Pferden gelernt und betrieben.

Mit ihren Ziegen pflegten sie viele Jahre aktive Nachzucht, als sie bisweilen ihre beiden Geißen im Kofferraum eines Golf-Kombi verstauten und mit ihnen bis nach Pfreimd zum ausgesuchten Geißbock tingelten. Auf dem Rückweg machte das Duo natürlich im Vereinslokal "Beim Beck'n" in Kemnath Halt, versorgte die Tiere im Kofferraum mit Wasser und Futter und machte sich erst zu später Stunde auf den Heimweg. Zuhause angekommen, musste notgedrungen der Kofferraum entmistet werden, der intensive Geißbockduft blieb den Erzählungen zufolge lange erhalten.

Kötzendörfer und Pickl sind bei den Haflingerfreunden immer gerngesehen. Und wenn sie dann einmal doch etwas später erscheinen, dann fragen schon viele: Wo bleiben denn heute die zwei alten Heiter? Sobald sie dann eintreten, wird auch schon mal lauter Beifall gespendet.
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