Jahreshauptversammlung der Haflingerzüchter
Zu wenig Fohlengeburten

Lorenz "Lore" Gebert rief das Jahr der Haflingerzüchter noch einmal in Erinnerung. Bild: nib
Vermischtes
Schnaittenbach
19.12.2015
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"Der 50. Pfingstritt heuer mit dem Besuch des Bischofs Dr. Rudolf Voderholzer am Buchberg ist Geschichte", so begrüßte der Vorsitzende Lorenz "Lore" Gebert die Mitglieder der Haflingerzüchter zur Jahreshauptversammlung. Aber auch für 2016 steht wieder ein Großereignis an.

Kemnath. Gut besucht war die Jahreshauptversammlung der Haflingerzüchter im Gasthaus Luber in Kemnath. Mit Stolz, aber auch mit Trauer blickte Gebert auf das Vereinsjahr zurück, in dem der Verein sich mit dem Ehrenvorsitzenden Josef Bierler und Ernst Piehler von zwei verdienstvollen Mitgliedern für immer verabschieden musste. Auch Bürgermeister Sepp Reindl verwies in seinem Grußwort auf die schönen und traurigen Zeiten des Jahres.

Der 50. Pfingstritt mit dem Besuch von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer war ein bedeutendes Ereignis für die Region, die Stadt und insbesondere für den Ort Kemnath am Buchberg. Er wünschte dem Verein weiterhin züchterische Erfolge und gesellschaftliche Höhepunkte.

Großer Zusammenhalt


Als exzellent bezeichnete Gebert bei seinem Rückblick das Jahr. Dank der beispielhaft guten Zusammenarbeit mit der Kirchenverwaltung und der Stadt Schnaittenbach und dem großen Einsatz der eigenen Mitglieder war der 50. Pfingstritt ein herausragendes Ereignis. "Die Veranstaltung, an der rund 200 Reiter und viele tausend Besucher teilgenommen hatten, wird in die Vereinsgeschichte eingehen und noch in vielen Jahren für Gesprächsstoff sorgen", war Gebert sicher.

Kein Unfall


Stolz war der Vorsitzende, dass in der 50-jährigen Geschichte des Pfingstritts kein schwerer Unfall die Veranstaltung überschattete. Dies war auch ein Verdienst von Josef Bierler, den es nun zu ersetzen gelte. Vermisst hatte der Vorsitzende bei dieser Veranstaltung die Vertreter der Züchterverbände.

Aktuell gehören 202 Mitglieder dem Verein an. Zwei Todesfällen und zwei Austritten stehen sechs Neuzugänge gegenüber. 142 sind aktive Züchter und 60 passive Mitglieder. Die Haflingerstammtische besuchen im Schnitt über 30 Mitglieder. Bei den außerordentlichen Treffen ist die Teilnahme sehr unterschiedlich.

Gebert erinnerte an die Züchterreferate und die verschiedenen Vorführungen mit wertvollen Informationen. Lore Gebert wandte den Blick aber bereits ins Jahr 2016. Dann gelte es das 50-jährige Bestehen des Vereins zu feiern. Auch dazu habe man Bischof Voderholzer bereits wieder eingeladen. Geehrt werden sollen dann unter anderem die Familien, die teilweise bereits in der dritten Generation die Haflingerzucht betreiben.

Ein Sieger-Hengst


"Die Haflingerzucht ist in der Krise", stellte der Vorsitzende fest. Auch wenn der Verein in diesem Jahr mit dem Hengst Weltano von Matthias Hartmann einen Sieger in München-Riem bei der Hengstkörung stellen konnte. Es finden insgesamt zu wenige Besamungen und damit auch Fohlengeburten statt, bedauerte Gebert. "Im Verein gibt es mehrere Doppelbesetzungen und das ist nicht gut!" Es gelte den Verein breiter aufzustellen und mehr Mitglieder in die Führung einzubinden.

Nur ein mal regte sich Widerspruch in der Versammlung, nämlich als Gebert von seinen Plänen berichtete, sich in den nächsten Jahren aus der Führungsarbeit zurückzuziehen.

Viele Veranstaltungen


Der 2. Vorsitzende Robert Zimmermann berichtete von den Veranstaltungen, die die Haflingerzüchter mit ihren Pferden besucht hatten. So waren Reiter des Vereins am Bründlritt in Nabburg, beim Jodokritt in Tännesberg und beim Rosstag in Perschen. Vereinsabordnungen waren beim Neujahrsempfang, beim Fronleichnamszug und beim Erntedank vertreten. Außerordentliche Stammtische fanden in Preppach, Schwarzhofen und Waldthurn statt.
Die Haflingerzucht ist in der Krise.Vorsitzender Lore Gebert
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