Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Holzhammer/Neuersdorf blickt auf 50 Jahre Bestehen ...
Gefallene sind nicht vergessen

Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Holzhammer/Neuersdorf feiert 50-jähriges Bestehen - hier ein Bild von der Fahnenweihe im Juni 1969. Archivbild: ads
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Schnaittenbach
07.06.2016
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Vor einem halben Jahrhundert wurde die Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK) Holzhammer/Neuersdorf ins Leben gerufen - Grund genug für ein großes Fest. Die Mitglieder laden die Bevölkerung für Freitag, 10. Juni, zur 50-Jahr-Feier ein.

Holzhammer. Der am 13. November 1965 gegründete Verein kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. 20 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs war es neun Kriegsteilnehmern ein Bedürfnis, sich in einer Kameradschaft zusammenzuschließen. Die Mitgliederzahl stieg rasch an. So konnte schon nach kurzer Zeit eine Vereinsfahne angeschafft werden, die bei einem großen Fest im Juni 1969 gesegnet wurde. Das 15- und das 20-jähriges Vereinsbestehen wurden im Vereinslokal Blaue Traube in der Ortschaft Holzhammer gefeiert.

Der Verein erlebte dann eine Blütezeit, wuchs bis zum Jahr 1982 auf 100 Mitglieder an. Die Teilnahme an vielen Vereinsfesten in den Nachbarortschaften und diverse gesellige Veranstaltungen, wie Faschingsball, Gartenfest, Preisschafkopf und Fahrt ins Blaue, standen auf dem Programm. Seit der Gründung bis 1987 leitete Michael Schmidt sen. die Geschicke der KSK. Als Gründungsmitglied und in den 22 Jahren als Vorsitzender prägte er das Vereinsleben. Für seine Verdienste wurde er 1987 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Das 25-jährige Bestehen im Jahr 1990 wurde mit einem dreitägigen Fest groß gefeiert.

Ende der 1990er-Jahre wurde es immer schwieriger, einen Vorsitzenden zu finden. Im Januar 2004 trat die Kameradschaft aus dem Bayerischen Soldatenbund (BSB) aus. Dann trat auch eine neue Satzung in Kraft, die es einem Vorsitzenden erleichterte, den Verein zu führen. Als sich trotz aller Bemühungen kein Mitglied bereit erklärte, den leitenden Posten zu übernehmen, folgte ab März 2004 eine Ruhezeit, in der der Verein seine Aktivitäten einstellte.

Im Oktober 2010 reaktivierte sich die Kameradschaft wieder. Auch ein neuer Vorstand wurde gewählt. Ziel des Vereins ist es nun, die Arbeit der Vorgänger in kleinerem Umfang fortzuführen sowie der gefallenen und vermissten Soldaten zu gedenken. So wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt Schnaittenbach 2011 der erste Bauabschnitt am Kriegerdenkmal im Friedhof in Holzhammer in Angriff genommen und das Ehrenmal samt Vorplatz saniert.

Der Verein setzte die Planung um und beteiligte sich mit 50 Prozent an den Kosten. Im vergangenen Jahr verschönerte die Kameradschaft den Bereich am Ehrenmal erneut. Das Friedhofskreuz wurde komplett erneuert und der Christuskörper neu gefasst. Weiter gestaltete man die dortige Wasserstelle mit einer Granitstele.

Ein Preisschafkopf, ein jährlicher Kameradschaftsnachmittag und die Mitgestaltung des Festaktes zum Volkstrauertag sind Bestandteil des Lebens im Verein, der derzeit 30 Mitglieder zählt.

50 Jahre KSKBei der 50-Jahr-Feier der Krieger- und Soldatenkameradschaft Holzhammer/Neuersdorf am Freitag, 10. Juni, ist folgendes Festprogramm vorgesehen:

18 Uhr Treffen am Feuerwehrhaus in Holzhammer, anschließend Festzug zum Friedhof, 18.30 Uhr Totengedenken am Ehrenmal, 19 Uhr Festgottesdienst in der Kirche St. Wolfgang in Holzhammer. Nach der Festmesse geht es im Festzug zum Schützenstodel zum gemütlichen Beisammensein mit Grußworten und Ehrungen. Für Essen und Getränke ist gesorgt. (ads)
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