Pfarreiengemeinschaft Schnaittenbach und Kemnath
„Wird schon große Umstellung“

Anita Hartmann von der Kirchenverwaltung Schnaittenbach, Pfarrgemeinderatssprecherin Gabriele Grill und Kirchenpfleger Anton Gebert von der Pfarrei Kemnath am Buchberg sowie Pfarrer Josef Irlbacher und die Pfarrgemeinderatssprecherin von Schnaittenbach, Helene Schorner, kamen zu einem Gespräch zusammen. Bild: ads
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Schnaittenbach
27.06.2016
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Seit Anfang Mai dieses Jahres besteht eine Gemeinschaft zwischen der Pfarrei St. Vitus in Schnaittenbach und St. Margareta in Kemnath am Buchberg. Über Details zur Umsetzung sprachen nun die Verantwortlichen.

Schnaittenbach/Kemnath. Bei einem Treffen mit den Gremiensprechern von Pfarrgemeinderat, Kirchenpfleger und Kirchenverwaltung der Pfarreien St. Vitus Schnaittenbach und St. Margareta Kemnath am Buchberg sowie Pfarrer Josef Irlbacher wurde eine zufriedenstellende Zwischenbilanz gezogen. Ab September tritt die gemeinsame Gottesdienstordnung in Kraft.

Neue Gottesdienstordnung


Seit Mai fanden Zusammenkünfte der Gremien statt, die die beiden Vertreter der Gemeindeberatung der Diözese, Patrizia Szörenyi und Josef Stautner, moderierten. Weiter gab es einen Termin der Steuerungsgruppe zur Klärung der Gottesdienstordnung. Es gibt demnach ein paar Eckpfeiler, an die sich die neue Pfarreiengemeinschaft halten muss, denn Pfarrer Josef Irlbacher wird der einzige Priester im neuen Konzept sein. Pro Tag wird auch nur eine Eucharistiefeier möglich sein (Ausnahme Beerdigungen). Außerdem sind nach Vorgaben der Diözese die großen Liturgien an Gründonnerstag, Karfreitag und Osternacht nur einmal an einem Ort möglich.

In nächster Zeit werden in den Pfarreien die Wochen-Gottesdienste bekanntgeben. Für den Sonntag gilt: Zwischen den Messen muss ein gewisser Abstand sein, so ergeben sich als Zeiten: 8.30 Uhr in Kemnath und 10 Uhr in Schnaittenbach. Danach soll auch noch die Möglichkeit für Taufen gegeben sein. "Es wäre großartig, wenn das Zusammenwachsen in die Richtung gelingt, dass die Kemnather von den Gottesdiensten in Schnaittenbach sagen: Das sind auch unsere Gottesdienste und umgekehrt genauso", wünschte sich Irlbacher.

"Die bisherige Treffen der Gremien der Pfarreien haben sehr gut getan, denn man konnte sich gegenseitig kennenlernen", meinte die Pfarrgemeinderatssprecherin aus Schnaittenbach, Helene Schorner. "Ich denke, wir können frohen Mutes in die Zukunft gehen". Dem pflichtete auch Pfarrer Irlbacher bei.

Auch die Pfarrgemeinderatssprecherin aus Kemnath am Buchberg, Gabriele Grill, teilte die Meinung von Helene Schorner. Grill betonte, dass es in der weiteren Zeit nun darum gehen werde, diese Arbeitsweisen der beiden Pfarreien zu verbinden, woraus sich ihrer Ansicht nach zwei Fragen ergeben: "Wie profitieren wir voneinander?" und "Was machen wir weiter in eigener Verantwortung?" In Kemnath sei Vieles, was die Pfarrei betraf, über den Pfarrgemeinderat gelaufen. Grill gab zu, dass es für die Gläubigen in Kemnath eine Umstellung sein werde, dass der Gottesdienst so früh beginne. Auch müsse man sich erst daran gewöhnen, dass die Christmette in Kemnath um 20.30 Uhr starte. Als schmerzlich bezeichnete sie, dass die Kemnather in Zukunft auf die Kindermette in ihrer eigenen Pfarrkirche verzichten müssten. Sie hoffte, dass die Möglichkeit angenommen werde, dafür nach Schnaittenbach zu fahren.

"Etwas Wehmut"


"Im Moment schwingt in Kemnath schon etwas Wehmut mit, denn Anfang September werden wir den letzten eigenen Pfarrer verabschieden und wir müssen lieb gewonnene Gottesdienste abgeben", bemerkte Kemnaths Kirchenpfleger Anton Gebert. Die Kemnather wollen in keiner Weise benachteiligt werden, sagten ihm die Gläubigen. Gebert wies darauf hin, dass die Kirchenstiftung für sich bestand habe. Wichtig sei auch, dass das Pfarrbüro in Kemnath mit festen Öffnungszeiten bestehen bleibe, und Pfarrer Irlbacher - laut seiner Zusage - regelmäßig vor Ort sei, betonte Gebert.

Feierliche Installation


Anita Hartmann von der Kirchenverwaltung Schnaittenbach gab zu, dass Änderungen immer schmerzlich seien. Sie erinnerte, dass es in Schnaittenbach auch so gewesen sei, als vor ein paar Jahren von zwei Sonntagsgottesdiensten auf einen umgestellt worden sei, um die Pfarreiengemeinschaft vorzubereiten.

Pfarrer Josef Irlbacher gab abschließend noch ein Termin bekannt: Am Kirchweihsonntag, 16. Oktober, um 10 Uhr wird in Kemnath seine feierliche Installation durch Dekan Walter Hellauer stattfinden.
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