Pfarrer Andrew Chalil geht in den Ruhestand
Fast bis nach Holland

Sie zelebrierten gemeinsam den Gottesdienst zum Abschied von Pfarrer Andrew Chalil (von links): Chalils Studienfreund Georg Kalarikal, Ruhestandspriester Josef Hönig, Andrew Chalil und Josef Irlbacher. Bild: seb
Vermischtes
Schnaittenbach
13.09.2016
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Bei einem Gottesdienst und Stehempfang im Pfarrgarten nahm die Gemeinde Abschied von Pfarrer Andrew Chalil, der acht Jahre in Kemnath wirkte und nun in den Ruhestand geht. Den verbringt er weit weg - an der holländischen Grenze.

Kemnath. Ochtrup heißt der Ort bei Münster, den sich Chalil dafür ausgesucht hat. Dort war er von 1997 bis 2007 tätig. Kemnath bildet künftig mit Schnaittenbach eine Pfarreiengemeinschaft und wird von Pfarrer Josef Irlbacher betreut.

Alles, was die Pfarrei St. Margareta zu bieten hat, war auf den Beinen, um vom Seelsorger Abschied zu nehmen. Angeführt von der Musikkapelle Buchbergecho reihten sich in den Kirchenzug sämtliche Vereine mit ihren Fahnenabordnungen, Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung, Kindergarten und Kommunionkinder, Kirchenchor und Ministranten ein sowie einige Kommunalpolitiker mit Bürgermeister Sepp Reindl an der Spitze. Von kirchlicher Seite begleiteten Pfarrer Chalil die Kollegen Josef Irlbacher, die Ruhestandspriester Andreas Schlagenhaufer und Josef Hönig sowie Studienfreund Georg Kalarikal. Mit herzlichen Dankesworten wandte sich Chalil an alle, die ihn unterstützt hatten.

Chalils ruhige, freundliche Art und sein gewinnendes Lächeln kamen bei den Menschen sehr gut an. Die nähere Umgebung von Kemnath erkundete er durch viele Spaziergänge und unterhielt sich mit Leuten, denen er begegnete. Auch um seine Gesundheit sorgte er sich regelmäßig.

Den beruflichen Werdegang zeichnete Kirchenpfleger Anton Gebert auf. Nach seinem Studium in Indien wurde Chalil in Bombay als Priester eingesetzt. Zur Vertiefung seines Theologiestudiums ging er in den 70er Jahren nach Rom. Ab 1975 wurde er in Bayern als Urlaubsvertretung eingesetzt. Nach einem längeren Aufenthalt in Indien kam er 1997 nach Deutschland zurück und war zehn Jahre Seelsorger in Ochtrup, ein Jahr in Kelheim und acht Jahre in Kemnath. Gebert wünschte dem 74-Jährigen für den neuen Lebensabschnitt alles Gute, sagte Vergelt's Gott für sein seelsorgerisches Wirken und überreichte ein Geschenk mit einem Geldbetrag. Kurze Abschiedsworte sprach auch Bürgermeister Sepp Reindl, verbunden mit einem Geschenk. Nach dem Gottesdienst konnte sich beim Stehempfang im Pfarrgarten jeder persönlich vom scheidenden Pfarrer verabschieden.
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