Reinhard Lenz verabschiedet sich
Liebe zum Wald sofort erkannt

Blumen zum Abschied beziehungsweise zur Begrüßung überreichte der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer (links), den Damen. Als Nachfolger von Reinhard Lenz (Dritter von rechts) wurde Rudolf Zwicknagl (Dritter von links) ins Amt eingeführt. Unter den Gästen war auch Neustadts Landrat Andreas Meier (rechts). Bild: usc
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Schnaittenbach
20.05.2016
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Der Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten bewirtschaftet in zehn Revieren rund 25 000 Hektar Wald in den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Neustadt/WN, Tirschenreuth und Nürnberger Land. Er beschäftigt 60 Mitarbeiter und schlägt jährlich rund 130 000 Festmeter Holz ein. Nun gab es einen Wechsel in der Führung.

Mit Reinhard Lenz wurde am Donnerstag der langjährige Leiter des Forstbetriebs in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger ist Rudolf Zwicknagl, ein gebürtiger Rötzer. "Der Name Lenz wird noch viele Jahre in einem Atemzug mit dem Forstbetrieb Schnaittenbach genannt", hieß es bei der Feierstunde. In ihr kam zum Ausdruck, dass dem Staatsunternehmen der Naturschutz und die Ökologie sehr am Herzen liegen.

Ehrenamtlich unterrichtet


Reinhard Lenz sei mit großem persönlichen Engagement und Tatendrang unermüdlich im Einsatz gewesen. Er habe den Schnaittenbacher Betrieb in seiner elfjährigen Tätigkeit als Vorgesetzter geprägt und Engagement über das Normale hinaus gezeigt, würdigte Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten. Außerdem habe Lenz mehrere Jahre ehrenamtlich an der Landwirtschaftsschule Weiden Unterricht im Fach Waldwirtschaft erteilt. Schon bei seiner ersten Begegnung habe er, Neumeyer, die Liebe von Lenz zum Wald erkannt.

Lenz' Nachfolger Rudolf Zwicknagl sei für alle Führungsaufgaben bestens geeignet, versicherte Neumeyer. Zwicknagl wurde auf einem Bauernhof in Rötz geboren. Nach dem Studium der Forstwissenschaften und der Betriebswirtschaft bis zur Vordiplomprüfung, nach dem Referendariat und nach Abschluss der großen forstlichen Staatsprüfung erfolgte 2000 die Übernahme in die damalige Staatsforstverwaltung. Dort warteten die Stationen Forstamt Selb, Forstdirektion Oberfranken-Mittelfranken und Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

2006 wurde Zwicknagl die Leitung der neuen Stabsstelle "Unternehmensentwicklung" der Bayerischen Staatsforsten und im April 2013 die Leitung des Forstbetriebs Heigenbrücken übertragen. Neumeyer gab sich davon überzeugt, dass Zwicknagl das von Reinhard Lenz übernommene Erbe gut weiterführen werde.

Erfülltes Berufsleben


"Heute geht für mich ein erfülltes Berufsleben zu Ende", sagte Lenz bei seiner Verabschiedung in der Aula der Schule Schnaittenbach. Er dankte seinen Kollegen für eine konstruktive, ja fast schon familiäre Zusammenarbeit. Als prägende Ereignisse in seiner beruflichen Tätigkeit führte er die Schlagworte Waldsterben, Borkenkäfer und Waldumbau an. Sorge bereite ihm der enorme Flächenverbrauch der vergangenen Jahre. Mit der Berufung nach Schnaittenbach schließe sich für ihn der Kreis, sagte Zwicknagl, da er in der Oberpfalz seine berufliche Laufbahn begonnen habe, in Neunburg und in Burglengenfeld. Er wünsche sich "normale Menschen" um sich, mit denen er ehrlich und engagiert die anstehenden Aufgaben erledigen könne.

Den Naturschutz nannte er einen integralen Teil der Forstwirtschaft. Mit verstärkter Öffentlichkeitsarbeit wolle er die Bevölkerung über die Aufgaben der Staatsforsten informieren. Recht angetan war Rudolf Zwicknagl vom Auftritt der Hirschauer Hausmusik, da er selbst gerne Musik mache, etwa als Organist und Chorleiter in der Pfarrei Döfering sowie als Leiter der Feuerwehr-Blaskapelle Döfering. (Hintergrund)
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