Richthammer-Flurdenkmal in Schnaittenbach gibt es seit 150 Jahren
Ein Kreuz, damit’s endlich klappt

Vor genau 150 Jahren wurde in Schnaittenbach das Richthammer-Feldkreuz aufgestellt. Bild: sh
Vermischtes
Schnaittenbach
01.09.2016
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Marterln, Bildstöcke, Feldkreuze, Gedenksteine und kleine Kapellen sind nicht nur Zeichen des Glaubens und Orte der Besinnung, sondern wertvolles Kulturgut vergangener Zeiten. 150 Jahre alt wird heuer das Feldkreuz Richthammer, eines von insgesamt 43 dieser Gedächtnisstätten, die man im Schnaittenbacher Gebiet selbst, also ohne Kemnath und Holzhammer/Neuersdorf, vorfindet.

Das Feldkreuz Richthammer gehört neben der Steinbildsäule auf der Löwenhöhe, damals aus Dankbarkeit aufgestellt vom Krämer und Fuhrmann Josef Siegert zu Ehren des heiligen Christophorus, und der Steinbildsäule bei der Kaolingrube der Firma Kick in der Verlängerung der Dr.Carl-Eibes-Straße zu den ältesten Marterln in Schnaittenbach. Das Flurdenkmal befindet sich am Feldweg zum Mühlfeld neben der erst vor zehn Jahren von Pfarrer Josef Preßl und der Familie Gräßmann errichteten Dreifaltigkeitskapelle.

Das 1866 errichtete Richthammer-Feldkreuz stand ursprünglich weiter südlich an dem zum Rohrweiher führenden Feldweg, bevor es der Erweiterung des Kaolinabbaugebietes der Firma Kick weichen musste.

In seinem Marterlbuch beschreibt es Helmut Richter wie folgt: "Auf einem quaderförmigen, oben abgeschrägten Sockel sitzt ein Vierkantschaft mit bogenförmigem Kopfstück. Der Sandsteinpfeiler ist 142 Zentimeter hoch, 40 Zentimeter breit und 33 Zentimeter tief. Auf der Stirnseite sind die Initialen AM 1866 eingemeißelt. Auf dem Pfeiler ist ein 59 Zentimeter hohes und 35 Zentimeter breites eisernes Kreuz, über dem sich ein kleiner Blechhimmel als Wetterschutz wölbt, verankert."

Und weiter: "Das Feldkreuz wurde 1866 von dem Ökonom Albert Merkl, dem das spätere Anwesen in der Blumenstraße (jetzt Blumenstraße 20, Häusler/Richthammer) gehörte, aufgestellt. Merkl war kinderlos. Durch die Errichtung dieses Feldkreuzes vor 150 Jahren wollte er sich einen Nachkommen erflehen."
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