Schnaittenbacher Bauausschuss besichtigt Naturerlebnisbad
Campingplatz keine Mülldeponie

Der Bauausschuss begutachtete den Eingangsbereich des Campingplatzes, an dem oft Müll abgelagert wird. Bild: e
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Schnaittenbach
29.04.2016
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Ein besonders attraktives Naherholungsgebiet ist das Naturerlebnisbad in Schnaittenbach, auch wenn im Moment die Wassertemperatur kalte 14 Grad nicht übersteigt.

Schnaittenbach. (e) Zum gesamten Areal gehört der drei Hektar große Campingplatz mit seinen rund 150 Stellplätzen. Wenn die Saison jetzt richtig los geht, dann hat Schnaittenbach praktisch über Nacht gut 500 Einwohner mehr - ist aber auch um einige Sorgen reicher.

Denn die unmittelbar hinter der Schranke am Eingang platzierten Müllcontainer werden zur Ablagerung von Sperrmüll und anderen Gegenständen missbraucht, die nicht in den Restmüll gehören. Übeltäter seien nicht nur die Camper, sondern auch die Schnaittenbacher selbst, und das besonders in den Wintermonaten - sagen die Camper.

Bademeister Norbert Weiß erläuterte dem Bauausschuss des Stadtrats bei der Exkursion in Bad und Campingplatz, dass aller möglicher und unmöglicher Müll, sogar alte Räder, Eingangstüren, Farbkübel oder Rasenmäher, neben den Containern entsorgt werden. Mit der Konsequenz, dass der städtische Bauhof die weggeworfenen Gegenstände beseitigen müsse.

Das soll und muss sich ändern, war sich der Ausschuss einig, der plant, den gesamten Eingangsbereich und damit auch die Container per Videokamera überwachen zu lassen. Das würde dazu führen, dass die vorsätzlichen Umweltsünder an den Containern, beim Kassenhäuschen oder dem Schlagbaum am Eingang erkannt und per Filmbeweis identifiziert werden können.

Die Verwaltung hat schon vorgearbeitet und Kontakt aufgenommen mit einer Firma für Sicherheitstechnik wegen Installation, Inbetriebnahme und Auswertung einer Videoüberwachung. Die Kosten belaufen sich bei einer Überwachung des Containerstandorts samt Eingang mit zwei hochauflösenden Kameras auf rund 5400 Euro. Für die Abfallbehältnisse allein würde rund 2300 Euro Kosten anfallen, teilte Verwaltungsangestellter Peter Bogner dem Gremium mit.

Fazit: Die Zeiten der Umweltsünder sollen an den Containern im Campingplatz vorbei sein. Der Bauausschuss stimmte einer Videoüberwachung grundsätzlich zu, was auch Bürgermeister Josef Reindl gut fand. Es geht jetzt noch darum, eine wirtschaftlich günstigere Anlage zu finden, die 5400 Euro schienen einigen Mitgliedern des Bauausschusses zu hoch. "Das schließt aber nicht aus, dass es bei der bereits kontaktierten Firma bleibt", sagte Amtmann Klaus Kittler.
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