Schnaittenbacher Trachtler sind am Buchberg aktiv
Erschließung von neuen Wanderwegen

Erwin Meier, Günter Zillich, Reiner Biller und Heinz Gebhardt (v.l.) bei einem ihrer Arbeitseinsätze.
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Schnaittenbach
07.10.2016
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Reiner Biller, Heinz Gebhardt, Günter Zillich und Erwin Meier (von links) stellten Wegweiser und Infotafeln auf. Bild: ads

Unter Federführung des Landesbunds für Vogelschutz wurde 2011 die Fensterbachquelle renaturiert, 2014 die Boiwiequelle erschlossen und rückgebaut. Der Grund: Die Stadt speist deren Wasser nicht mehr in ihr Netz ein.

Schnaittenbach. (ads) Der Heimat- und Volkstumsverein Ehenbachtaler nahm die Renaturierung der zwei Quellen zum Anlass, die herrlich in der Natur des Buchbergs eingebetteten Orte für die Öffentlichkeit zu erschießen. "Unter der Regie des Trachtenvereins soll hier einiges geschehen", waren sich die Mitglieder einig.

Eine Delegation des Vereins mit Erwin Meier und Heinz Gebhardt sowie Erwin Struck, Klaus Kittler und Markus Stiegler vom städtischen Bauamt nahmen bereits im April eine erste Begehung vor. Die Trachtler traten dafür ein, auch die Entsäuerungsanlage in unmittelbarer Nähe der Quellen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und als Rastplatz zu erschließen. Man beschloss, Tisch und Bänke sowie Hinweistafeln auf Natur, Bäume, Wanderwege oder Geschichte aufzustellen.

Wegweiser und Infotafeln


Schnell fand sich aus den Reihen der Trachtler eine Arbeitstruppe mit Heinz Gebhardt, Reiner Biller, Günter Zillich, Erwin Meier und Ewald Großmann, denen stets weitere Helfer zur Seite standen. Auch Bürgermeister Josef Reindl und Uli Reindl leisteten tatkräftige Unterstützung.

Inzwischen ist einiges geschehen. In Handarbeit wurden Wegweiser etwa zu Buchberghütte und Boiwiequelle oder der ehemaligen Ortschaft Puolenwinden gefertigt. Auch wurden Infotafeln für bedeutende Plätze um die renaturierten Quellen erstellt. Eine ist dem verschwundenen Puolenwinden gewidmet. "Dies war einst eine kleine Hofstelle, der wahrscheinlich ein Sklave mit dem Namen Puolo seinem Namen gab", weiß Erwin Meier. Er hat auch die Infos für die Tafel an der Turmhügelburg zusammengetragen, die noch gut erhalten ist und zwei Ringwälle aufweist. In unmittelbarer Nähe führten zahlreiche Bernsteinstraßen vorbei. Eine weitere Infotafel beschreibt Höflas. Die Hofstelle bestand laut Meier einst wahrscheinlich aus drei Anwesen, die im 30-jährigen Krieg zerstört wurden.

Brücke über Boiwiequelle


Weiter wurde der Weg von der Entsäuerungsanlage zu den Quellen markiert sowie eine kleine Brücke über die Boiwiequelle gebaut. Eine Bank, gestiftet vom Bürgermeister und mit der Aufschrift "Genieße die Ruhe der Quelle", wurde aufgestellt. Das Eichenholz der Tafeln spendete Georg Hirsch. Die Pfosten samt Halterung stammen vom Bauhof, der auch die zwei sumpfigen Stellen am Weg bei der Entsäuerungsanlage reparierte.

Nun fassen die Trachtler die Markierung eines neuen Wanderwegs ins Auge. Abzweigend vom Trutz und Steinbruch, führt dieser ab Fibaks Bienenhaus nach Osten über Höflas, Turmhügelburg, Bernsteinstraßen, Eichenweg, Entsäuerungsanlage, Boiwiequelle und Puolenwinden zur Buchberghütte.

Der Heimat- und Volkstumsverein will am Sonntag, 23. Oktober, bei seiner Herbstwanderung unter Leitung von Erwin Meier über die Eibersstraße an den Gärten und am neuen Kaolinwerk vorbei den neuen Weg abgehen. Eine Einkehr in der Buchberghütte schließt sich an, wo Chronist Ewald Großmann einen Bildervortrag hält. Wer Lust hat, kann nach einer Stärkung in der Hütte mit Erwin Meier über die Haar nach Schnaittenbach zurückwandern. Abmarsch ist um 9 Uhr am Vitusheim in Schnaittenbach.
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