Turbulente Kirwa in Holzhammer
Nach dem Krimi voll aufs Gas

Im Mittelpunkt des Traditionsfests standen in Holzhammer standen die Paare. Beim Baumaustanzen wurden Elke Lorenz und Moritz Plößl (vorn, Mitte) zum Oberkirwapaar gekürt. Bild: ffl
Vermischtes
Schnaittenbach
08.07.2016
88
0

Turbulente Tage samt einem Fußballkrimi liegen hinter den Bewohnern von Holzhammer. Die feierten eine Kirwa nach alter Väter Sitte.

Holzhammer. Bereits zwei Wochen vor dem Fest starteten die Kirwapaare ihre Aktivitäten, ganz nach dem Motto: "14 Doch davur und 14 doch danou, o Kirwa lou niad nou." So zogen die Moidln und Boum gemeinsam los, um die Kirwa wieder auszugraben. Eine Woche vorher trafen sich die Paare und suchten einen geeigneten Baum.

Die Liesl eingeweiht


Das eigentliche Kirwawochenende startete am Freitag mit dem Einweihen der Liesl. Zu nachtschlafender Zeit, am Samstagmorgen um 5 Uhr, zogen die Burschen in den Wald, um den Baum zu fällen und ins Dorf zu bringen. Nach dem Frühstück, das die Moidln vorbereitet hatten, machten sich alle ans Schmücken des Kirwawahrzeichens, das dann mit Hilfe der Dorfbevölkerung innerhalb kürzester Zeit aufgestellt wurde.

Am Abend spielte die Gruppe "Freistaat live" auf und brachte die Stimmung zum Kochen. Zum Fußballkrimi der deutschen Mannschaft gegen Italien machte die Band Pause, um nach dem Sieg umso mehr Gas zu geben.

Am Sonntagmorgen waren Kirwapaare, Schützen und Feuerwehr wieder zur Stelle, um begleitet von den Naabtalern Wernberg vom Schützenheim zur St.-Wolfgang-Kirche zu marschieren, wo Gottesdienst gefeiert wurde. Während die Burschen am Nachmittag loszogen, um ihre Moidln zum Austanzen einzuholen, sorgte die Ehenbachtaler Blaskapelle aus Schnaittenbach für zünftige Musik. Die Paare zeigten beim Austanzen flotte Zwiefache, Sternpolka und natürlich einen Walzer, bei dem Elke Lorenz und Moritz Plößl zum neuen Oberkirwapaar gekürt wurden.

"Bimabankl" verlost


Der Montag begann wieder mit einer Messe. Frühschoppen und Mittagessen, die der Schützenverein anbot, wurden sehr gut angenommen. Nachmittags wurde der Kirwabär durchs gesamte Dorf getrieben. Am Abend sorgte die Band Wissma.net für einen schwungvollen Ausklang des Fests. Ein Höhepunkt war die Verlosung des Kirwabaums und des "Bimabankl", die an Marga Ott aus Demenricht beziehungsweise an Daniel Hutzler aus Schnaittenbach gingen. Am Wochenende steht nun noch die Noukirwa auf dem Programm, und eine weitere Woche später wird die Kirwa zu Grabe getragen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Kirwa (250)Holzhammer (156)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.