Versammlung des Zweckverbands zur Wasserversorgung Neunaigen-Kemnath
Neues Wasserwerk kostet 900 000 Euro

Vermischtes
Schnaittenbach
20.05.2016
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Neunaigen. Um die Details zur Ermittlung der Geschoss- und Grundstücksflächen für die Verbesserungsbeiträge ging es bei der Versammlung des Zweckverbands zur Wasserversorgung Neunaigen-Kemnath. Aufträge für weitere Gewerke zur Wasserversorgung wurden vergeben.

Das vom Zweckverband mit der Grundstücks- und Geschossflächenerfassung beauftragte Kommunalberatungs- und Vermessungsbüro informierte im Gasthaus Bierler die zahlreichen Zuhörer über die Vorgehensweise bei der Ermittlung der Verbesserungsbeiträge. Die Grundstücksflächen werden dem Grundbuch oder dem automatisierten Liegenschaftsbuch des Vermessungsamtes entnommen. Für Geschossflächen werden die Außenmaße der Hauptgebäude in allen Geschossen sowie Gebäude oder selbstständige Gebäudeteile, die der Wasserversorgung bedürfen oder angeschlossen sind, herangezogen. Bei Keller- oder Dachgeschossen sind Messungen im Gebäude-Inneren erforderlich.

Ringleitung abgelehnt


Die Finanzierung des Wasserwerk-Neubaus, dessen Kosten auf 900 000 Euro geschätzt werden, erfolgt zu 90 Prozent über Verbesserungsbeiträge und zu 10 Prozent über den Wasserpreis. Die Verbesserungsbeiträge werden zu 75 Prozent auf die Geschossflächen und zu 25 Prozent auf die Grundstücksflächen verteilt. Erneut wurde der Antrag der Haflingerzüchter und Pferdefreunde Kemnath auf Errichtung einer Ringleitung abgelehnt, deren Kosten 2008 auf 200 000 Euro veranschlagt worden waren. Verbandsvorsitzender Vitus Bauer erwähnte in seinem Bericht einen Wasserrohrbruch zwischen Trichenricht und Döswitz. Außerdem berichtete er von Beschwerden der Familien Wiesgickl und Reiter über braunes, trübes Wasser. Man kam überein, den Zyklus der Rohrleitungs-Spülung in diesem Abschnitt deutlich zu verkürzen. Auch sind inzwischen die Baumfällarbeiten am neuen Wasserwerk abgeschlossen.

Noch Diskussionsbedarf


Auf Intervention von Schnaittenbachs Bürgermeister und Verbandsrat Josef Reindl und auf Antrag von Verbandsrat Georg Dobmeier (Schnaittenbach) wurde der Beschluss zur neuen Verbandssatzung mit 8:4 Stimmen zurückgestellt. Hier besteht noch Diskussionsbedarf über die Wasserversorgung des Zweckverbandes und die Bereitstellung von Wasserentnahmestellen durch die Kommune im Brandfall.

Das Wasserwirtschafts- und das Gesundheitsamt fordern für die Vergabe des neuen Wasserrechts, das 20 bis 30 Jahre gültig sein soll, das Wasserwerk auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen. Das mit der Planung beauftragte Ingenieurbüro Wolf aus Kemnath/Stadt kam in einer Vorstudie zu dem Ergebnis, dass ein Neubau mit Kosten von 900 000 Euro am wirtschaftlichsten ist. Alle weiteren Vorschläge zur Kostenminderung wurden als nicht wirtschaftlich eingestuft. Für die Elektroplanung des neuen Wasserwerkes kam mit einer Gesamtsumme von 25 769 Euro die Firma Reger (Witzlasreuth) zum Zug.

Für Sicherheitsmaßnahmen im Außenbereich der Hochbehälter Schmalhof und Döswitz sind 10 000 Euro im Haushalt veranschlagt. Die entsprechenden Maßnahmen wurden einstimmig genehmigt.
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