Waldwoche im Kindergarten St. Maria
Draußen und glücklich

Vermischtes
Schnaittenbach
25.04.2016
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Die Mädchen und Buben des Kindergartens St. Maria haben mit ihren Erzieherinnen eine tolle Woche im Wald erlebt.

In der Früh ging es los zum Spielplatz an der Buchberghütte. Hier sammelte man sich täglich nochmals, dann marschierten alle gemeinsam los.

Am ersten Tag suchte man die Nepomuk-Kapelle auf. Die ist sonst abgesperrt, aber die Kinder durften rein. Nach einem Gebet ging es weiter zur Wanderhütte, die als Brotzeitstation diente. In kleinen Gruppen mit je einem Erwachsenen wurde anschließend der Wald in alle Himmelsrichtungen unter die Lupe genommen. Man entdeckte einen Jägerstand, eine Quelle, viele Baumarten, gesunde und kranke Bäume, verschiedene Bodengewächse und vieles mehr. Leider auch Müll. Den nahmen die Kinder auf eigene Initiative gleich mit und entsorgten ihn.

Wie bei den Kelten


Am zweiten Tag war Evi Eckl bei den Kindern. Sie erzählte aus der Zeit der Kelten und erklärte die primitive Lebensweise unserer Vorfahren. Die Kleinen durften sich aus einem Lederfleck und Garn einen Schatzbeutel basteln. Darin sammelten sie Schätze, die der Wald bereithält: Zapfen, Steine, Blätter. Man traf sich an der Kapelle, die wohl schon früher Kultort war. Sie stand stets im Mittelpunkt einer Fliehburg, deren Überreste man noch heute am Buchberg sehen kann. Auch Schmuck und Waffen kannten die Kelten. Dazu wurden Gold und Eisen aus Steinen gewonnen und verarbeitet. Evi Eckl veranschaulichte das durch mitgebrachte Edelsteine. Feuer hat man früher mit Zunder, Feuerstein und einem Feuerstab gemacht. Das interessierte die Mädchen und Buben sehr. Durch den Schutzgraben ging es dann wieder zurück.

Am dritten Tag ging es bis hinauf zum Gipfel. Die zwei Kilometer Fußmarsch waren für die Jüngsten schon eine Herausforderung. Aber in der Höhenluft schmeckte die Brotzeit umso besser. Jetzt entdeckten die Kinder eine Stelle, wo wahrscheinlich Wildschweine gegraben hatten, einen blauen Glitzerkäfer, verschiedene Blätter und Moos sowie den Felsen, der neben dem Kreuz ist.

Ein besonderer war der vierte Tag. Da kam Rudolf Leitl vom Bund Naturschutz. Er machte sich mit den Kleinen und einer Leiter auf die Suche nach besonderen und geschützten Waldbewohnern, den Fledermäusen. Die fand man nach einem langen Marsch auch. Die Augen der Kinder waren groß, als sie dieses zierliche Tierchen in einem speziellen Kasten, der an vielen Bäumen angebracht ist, sehen konnten.

Für jeden eine Medaille


Am Schlusstag hieß es Abschied nehmen. Die Kinder besuchten noch einmal die Kapelle und hatten Zeit für eigene Forschungen am Waldboden. Mittags kamen alle Eltern zur Buchberghütte. Eine Waldräuber-Schatzsuche rundete die Woche ab. Die Kinder fanden für jeden eine Medaille und einen Edelstein. Alle wurden als Waldexperte ausgezeichnet. Ein gemütliches Beisammensein beendete die Waldwoche.
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