Sabine Klein ist nun das Gesicht der Tourist-Information
Neue Kontaktperson für Gäste

Sandra Klein (Zweite von rechts) leitet seit Mai die Tourist-Information Schönseer Land. Die Bürgermeister (von links) Birgit Höcherl (Schönsee), Manfred Dirscherl (Weiding) und Gerald Reiter (Stadlern) wünschten viel Glück für die neue Aufgabe. Bild: gl
Freizeit
Schönsee
27.05.2016
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Ab sofort empfängt ein neues Gesicht die Besucher der Tourist-Information Schönseer Land: Sabine Klein aus Stadlern hat die Aufgabe von Maria Rettinger übernommen und leitet nun das Büro.

Bei der Tourist-Information, die in den Räumen des Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) untergebracht ist, gab es eine personelle Veränderung. Nach dem gesundheitsbedingten Ausscheiden von Maria Rettinger wirkt nun Sabine Klein aus Stadlern als Kontaktperson für Gäste, Bevölkerung und Gastgewerbe. Ihre Einführung in die neue Aufgabe übernahm Bürgermeisterin und Gemeinschaftsvorsitzende Birgit Höcherl (Schönsee) zusammen mit ihren Amtskollegen Manfred Dirscherl (Weiding) und Gerald Reiter (Stadlern) im Sitzungssaal des Rathauses.

Duales Studium absolviert


Nach dem Besuch der Wirtschaftsschule in Waldmünchen und dem Abschluss zur Mittleren Reife, absolvierte Sabine Klein, geborene Schlögl, eine Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik und ging danach auf die Berufsoberschule. Nach dem dualen Studium zur Wirtschaftsinformatikerin wirkte sie in einer IT-Projektleitung für Marken-Discount und war zuletzt als Bürokauffrau bei einer Firma in Treffelstein tätig.

Der Personalwechsel gibt Gelegenheit, um auf die Entwicklung des Tourismus, früher als Sommerfrische oder Fremdenverkehr bezeichnet, in Schönsee zurückzublicken. So ist bereits im Jahre 1653 eine Konzession zur "Fremdensbeherbergung" für einen Hans Schwanenkrug festgehalten. In einem Führer durch den Oberpfälzer Wald aus dem Jahre 1909 werden in Weiding und Schönsee je zwei Gasthäuser erwähnt. Die Schönheiten der Natur und die Gastlichkeit in der Region wurden also schon früh von Auswärtigen erkannt.

Gäste aus vielen Regionen


Als "Fremdenverkehr" wurde der Tourismus in den 60er Jahren des 20. Jahrhundert als zusätzliche Einnahmequelle entdeckt. In fast allen Orten entstanden Fremdenverkehrsvereine, von denen intensiv Werbung betrieben wurde, um die zahlreichen Zimmervermieter mit Gästen zu versorgen. Besonders viele Urlauber kamen auf Vermittlung von Sozialämtern aus Berlin, wo Heimatabende mit Trachten- und Musikgruppen angeboten wurden. Inzwischen kommen die Gäste aus vielen Regionen.

Es folgte die Anerkennung als Erholungsort, sowohl für Gaisthal, Weiding und Schönsee. Die Zahl der Gästebetten und Übernachtungen kletterte bei den Privatvermietern und in den neuen komfortablen Hotels und Gastronomien. Schließlich wurde im Schönseer Rathaus ein "Verkehrsamt" eingerichtet und schließlich in "Tourist-Information" unbenannt, das nun - eingebunden in die Verwaltungsgemeinschaft zwischen der Stadt Schönsee und den Gemeinden Stadlern und Weiding - im CeBB seinen Standort hat. Viele Werbemaßnahmen und Initiativen - wie die Einrichtung von Klöppelkursen - sowie Infos für Urlaubsgäste gingen und gehen von dort aus.

Weniger ÜbernachtungenDie Übernachtungszahlen im Schönseer Land stiegen besonders nach der Grenzöffnung in Richtung 100 000, gingen aber bis zum Jahr 1995 wieder auf knapp 70 000 zurück. Dies war auch eine Folge der Umnutzung von Hotelanlagen und dem damit verbundenen Betten-Abbau. Auch die Reduzierung von Freizeiteinrichtungen wie der Sommerrodelbahn und des Skizentrums Reichenstein spielte hier mit hinein. Bis zum Jahr 2015 ging die Zahl der Übernachtungen auf 12 600 zurück. Doch wird dem Tourismus in der Region nach wie vor eine besondere Bedeutung zuerkannt. (gl)
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