26. Chor- und Orgelkonzert des „Fördervereins für Kirchenmusik der Pfarrei Sankt Wenzeslaus“
Zärtlich und mächtig brausend

Die Sängerinnen und Sänger beider Chöre begeisterten mit ihren Lieddarbietungen sowie als Gemeinschaftschor unter Leitung von Hubert Reimer und animierten die Besucher sogar zum Mitsingen. Bilder: gl (2)
Kultur
Schönsee
19.04.2016
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Gemeinsam nahmen sie die Bestätigung ihres Könnens beim Schlussapplaus entgegen: Christian Schmitt, "Echo"-Preisträger und Konzert- und Prinzipalorganist der Bamberger Symphoniker (Mitte) sowie die Chorleiter Claudia Babl (Tiefenbach) und Hubert Reimer (Schönsee, Gesamtleitung).

Die beim 26. Chor- und Orgelkonzert des "Fördervereins für Kirchenmusik der Pfarrei Sankt Wenzeslaus" fast bis auf den letzten Platz gefüllte Pfarrkirche bestätigte erneut: die immer mit renommierten Musikformationen, Organisten und Chören ausgestatteten Veranstaltungen wirken weit über die Grenzstadt hinaus.

Nach dem Weihnachtskonzert mit dem "Donkosaken-Chor Serge Jaroff" unter der Leitung von Wanja Hlibka waren es am Sonntag neben dem Konzertorganisten Christian Schmitt an der Orgel die Kirchenchöre Sankt Wenzeslaus (Schönsee) und Sankt Vitus (Tiefenbach).

Der Vorsitzende des Fördervereins und Chorleiter Hubert Reimer zeigte sich erfreut über den guten Besuch und darüber, dass mit dem "Echo"-Preisträger und Konzert- und Prinzipalorganisten der Bamberger Symphoniker ein weltweit geschätzter Interpret gewonnen werden konnte. Daneben freute er sich über die Mitwirkung des Tiefenbacher Kirchenchores unter Claudia Babl, der in Begleitung von Pfarrer Albert Hölzl und Bürgermeister Ludwig Prögler kam, sowie der Mitwirkung des von ihm geleiteter heimischen Chores als ständige Begleiter der Konzerte.

Reimer hieß auch Bürgermeisterin Birgit Höcherl, den Landrat-Stellvertreter Arnold Kimmerl und den Direktor der Landkreismusikschule Cham, Paul Windschüttl, willkommen und erwähnte auch Ehrenmitglied Johann Schraml. "Als erhebende Gefühl, wenn eine Orgel mit ihren sämtlichen Klangfacetten ertönt, ob mit schon fast zärtlich anklingenden Tönen oder mächtigem Brausen, wenn ein besonderes Instrument und ein hervorragender Organist zusammentreffen" - so war das Konzert angekündigt worden.

Überragendes Können


Das konnten die Besucher schon beim einleitenden Orgelsolo "Praeludium und Fuge Es-Dur" von Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750) erleben. Auch bei den "Variationen über ein Thema aus Beethovens Klaviersonate Opus 109" von Gustav Adolf Merkel (1827 bis 1885), dem "Annum per Annum" von, Arvo Pärt (*1935) und dem "Allegro aus der 6. Sinfonie" von Charles Marie Widor (1844 bis 1937) wurde das überragende Können des Organisten deutlich, der alle Register der Orgel strapazierte.

Dazwischen brachte der Tiefenbacher Kirchenchor "Locus iste" von Anton Bruckner (1824 bis 1896), "Haec Dies, Graduale für das Osterfest" von Caspar Ett (1788 bis 1847) und "Lobet den Herren allezeit" von Lorenz Maierhofer (*1956) unter Claudia Babl zum Vortrag. Der heimische Chor unter Hubert Reimer sang "Lob und Preis sei Gott, dem Vater und Sohn" von Heinrich Schütz (1585 bis 1672), "Jubilate Deo" von Laszlo Halmos (1909 bis 1997) und das "Gloria" aus der "Missa in C" (Krönungsmesse) von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791).

Beide Kirchenchöre interpretierten mit Christian Schmitt an der Orgel gemeinsam "Lobet den Herrn der Welt" aus "Trumpet voluntary", bearbeitet von Willy Trapp (1923 bis 2013) und danach das neue Osterlied (GL. Nr 337) von Matthias Haarmann (*1976) wobei die erste Strophe von den Chören, die zweite von den Besuchern und die dritte von allen gemeinsam vorgetragen wurde. Dem riesigen Beifall folgte noch eine gemeinsame Zugabe.

Weitere Highlights


Hubert Reimer versäumte es nicht, auf die weiteren Konzerte des Fördervereins hinzuweisen. So auf das 27. Konzert am Sonntag, 16. Oktober, wobei das "Posaunenquartett Opus 4 des Leipziger Gewandhausorchesters" gastiert; dazu werden der Dekanatschor Nabburg unter Michael Koch und der heimische Kirchenchor Sankt Wenzeslaus ihr Können einbringen. Am Sonntag, 18. Dezember, folgt das Weihnachtskonzert, bei dem mit dem Bläserensemble Paul Schemm ein Ensemble von engagierten Blechbläsern aus Franken, Kanada, Australien, Russland und Ungarn ihr weihnachtliches Repertoire aufbieten werden. Mit Dr. Gerald Fink an der Orgel kann es zu einem Erlebnis werden.

Im Jahre 2017 sind zwei Konzerte geplant, wobei jenes am Sonntag, 8. Oktober, mit dem Vokalensemble "The Kings-Singers" aus England für ein weiteres Highlight sorgen wird. Information und Kartendisponierungen können im Internet unter: www.kirchenkonzerte-schoensee.de eingesehen werden.
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