Abschlussfeier der erfolgreichen Spielsaison am Eulenberg
Lange Schatten und Irrlichter

Mit einer eindrucksvollen Andacht schlossen Mitwirkende und Helfer am Eulenberg die Spielsaison ab. Bilder: mmj (2)
Kultur
Schönsee
13.10.2014
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Auch nach nunmehr 32 Aufführungen zieht der Eulenberg beim Freilichtspiel "Pascher - die Nacht der langen schatten" stets neue Besucher an. Doch im nächsten Jahr wird es noch spannender, wenn sich dort "Irrlichter" breit machen.

Eine erfolgreiche Spielsaison gab es am Eulenberg mit "Pascher - die Nacht der langen Schatten" auch in diesem Jahr. Und für die Verantwortlichen war es wieder selbstverständlich, mit einer Dankandacht, vorbereitet von Gemeindeassistentin Antonia Meier, die Abschlussfeier am Eulenberg zu beginnen.

Es menschelt überall

Antonia Meier freute sich, dass sie in diesem Jahr bei der Premiere dabei sein konnte. Sie sei immer noch begeistert; das allzu menschliche, "seine eigene Haut zu retten", gebe es immer wieder. Aber vor der eigenen Vergangenheit könne man nicht davonlaufen, ein Unrecht erzeugt nur Unfrieden und noch mehr Streit. "Das zeigt euere Aufführung", so Antonia Meier an die Mitwirkenden gewandt, "das zeigt ein Blick in die Menschheitsgeschichte und das zeigt ein Blick in die Bibel". In ihren nachdenklichen Worten mahnte sie aber auch Wege zur Versöhnung an, wenn es dazu auch oft nur in kleinen und mühsamen Schritten kommt.

In der Lesung aus dem Buch Genesis spannte sie daraus und in ihrer Predigt einen Bogen über Unrecht und Versöhnung zum Inhalt des Freilichtspiels. "Als Menschen können wir ohne Versöhnung nicht leben", so die Gemeindeassistentin. Die Fürbitten wurden von jungen Mitwirkenden vorgetragen und das Lied "Großer Gott wir loben Dich" war ein würdevoller Abschluss der Andacht.

Pascherverein-Vorsitzende Bürgermeisterin Birgit Höcherl hob in ihrem Rückblick auf die vergangene Saison das Engagement aller Beteiligten hervor. Sie unterstrich dabei das sich immer ergänzende Miteinander, ohne diese starke Gemeinschaft wäre der Erfolg in dieser nun bereits achten Spielzeit nicht möglich gewesen. Mit einer 110prozentigen Auslastung bei den vier Aufführungen war der Besuch hervorragend, die daraus resultierenden organisatorischen Herausforderungen wurden bestens gemeistert.

Wie bereits bekannt, so die Pascher-Vorsitzende, sei im kommenden Jahr ein neues Stück geplant, das zusätzlich am Eulenberg aufgeführt werden soll. "Pascher - die Nacht der langen Schatten" war ursprünglich für drei Spielzeiten geplant. Der Zuspruch in den vergangenen Jahren übertraf aber alle Erwartungen. Dennoch wollen die Verantwortlichen im Pascherverein mit einem weiteren Spiel, dem Stück "Irrlichter", die Attraktivität um das Bergweberhaus ausbauen. Ziel sei dabei auch, junge Darsteller für das Laienspiel zu begeistern und diese in die Gemeinschaft mit einzuführen. Die Vorbereitungen werden in nächster Zeit konkreter und man sei guter Dinge, dass im Juli kommenden Jahres am Eulenberg die "Irrlichter-Premiere" erfolgen kann.

Interesse geweckt

"Wer arbeitet kann auch feiern!" Unter diesem Motto gab es im und vor dem Bergweberhaus noch einen gemütlichen Nachmittag mit Brotzeit, Kaffee und Kuchen. Alle waren sich darüber einig, dass auch nach nunmehr 32 Aufführungen der Eulenberg stets neue Besucher anzieht. Auch nach der Spielzeit kommen immer wieder Gäste und wandern zu den im Stück beschriebenen Orten. Selbst wenn in Wenzelsdorf oder Bügellohe nur mehr stumme Zeitzeugen vorhanden sind, mit "Pascher - die Nacht der langen Schatten" wurde und wird das Interesse an der jüngeren Geschichte dieses Gebiets immer stärker geweckt.
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