Carmen in der Staatsoper und das Schaffen tschechischer Schriftsteller deutscher Sprache in Prag
Goldene Stadt Prag aus drei Blickwinkeln

Die Reisegruppe postierte sich vorm Veitsdom auf dem Hradschin im Hintergrund zum Erinnerungsfoto. Bild: hfz
Kultur
Schönsee
01.07.2016
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Die Gäste der Wochenend-Kulturtour von Bavaria Bohemia/CeBB erlebten die Goldene Stadt Prag aus drei Blickwinkeln: mit dem Besuch der Landesausstellung anlässlich des 700. Geburtstags Kaiser Karl IV., der Oper Carmen im Staatstheater und einem Spaziergang zu Orten in Prag, die eng mit dem Schaffen tschechischer Schriftsteller deutscher Sprache verbunden sind.

Der Besuch der bayerisch-tschechischen Landesausstellung Karl IV. in der ehemaligen Wallenstein-Reithalle hinterließ nachhaltige Eindrücke. In zwei Gruppen aufgeteilt und deutschsprachig geführt ging es an vielen Stationen mit wertvollen Exponaten vorbei durch die Ausstellung, die dem Leben Karl IV. gewidmet ist, der im 14. Jahrhundert als Kaiser und König von Prag und Nürnberg residierte. Die Ausstellung, die bis Ende September in Prag und ab Oktober in Nürnberg präsentiert wird, befasst sich mit Aspekten der Lebens- und Regierungszeit Karls IV. im Spiegel des wechselvollen 14. Jahrhunderts und bietet eine kritische Würdigung seiner Herrscherpersönlichkeit, seines Herrscherkonzepts, seiner Bedeutung für die Residenzstädte Prag und Nürnberg sowie seine künstlerische Repräsentation.

Nach dem Bummel durch die prachtvollen Gartenanlagen des Waldstein-Palais nahm die Reisegruppe die Straßenbahnlinie 22 zur Fahrt ins Hotel. Der Abend schloss mit dem Besuch in der Staatsoper, sie zählt zu den schönsten Opernhäusern Europas. Georges Bizets Carmen in französischer Sprache mit englischen Untertiteln begeisterte das Auditorium. Unter dem Dirigenten Tomás Brauner ging die berühmte Oper stimmgewaltig über die Bühne. Am Sonntagvormittag stand ein Spaziergang zu Orten in Prag, die eng mit dem Schaffen tschechischer Schriftsteller deutscher Sprache verbunden sind, auf dem Programm. Dr. phil. Barbora Srámková und ihre Kollegin vom Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren begleiteten die Gruppen durch die winkligen Gassen der Prager Altstadt. Fundiert und mit kleinen Gedichten und Geschichten führten die beiden Damen charmant zu wichtigen Gebäuden, Denkmälern, Namenstafeln und andere Details, die mit der deutschsprachigen Schriftsteller-Gemeinschaft in Prag verbunden sind. Die Führung fand ihren Abschluss im Prager Literaturhaus, das 2004 gegründet wurde. Die Reisegruppe spendete den beiden Reiseleiterinnen Kamila Spichtinger und Susanne Setzer viel Applaus für die Betreuung und bestens organisierte Fahrt.
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