Förderverein für Kirchenmusik
"Don Kosaken Chor Serge Jaroff" sing Weihnachts- und Jubiläumskonzert

Der "Don Kosaken Chor Serge Jaroff" ist genau das Richtige für Fans von kräftigem und volltönendem Männergesang auf Spitzenniveau. Bild: Tietz
Kultur
Schönsee
22.12.2015
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Die Kirche ist brechend voll. Zu jeder Bankreihe wird in der Mitte noch ein Einzelstuhl links und rechts hinzu gestellt - alle sind sie besetzt! Auch Landrat Ebeling gönnt sich den Genuss. Die Anwesenden warten gespannt auf die musikalischen Kostbarkeiten, die der Originalchor mit dem Namen "Don Kosaken Chor Serge Jaroff" nun vortragen wird.

Musikalisches Erlebnis


Wanja Hlibka, der einst jüngste Solist Serge Jaroffs, leitet den Chor nun und um es vorweg zu sagen, es ist ein musikalisches Sondererlebnis, dieser Sängergemeinschaft im 25. Konzert des Fördervereins für Kirchenmusik in der Pfarrei St. Wenzeslaus zuzuhören. Die 21 Sänger bieten a cappella etliche bemerkenswerte Gesangsnummern dar, die sie im Rahmen ihrer Tournee durch viele deutsche Städte eben auch in Schönsee erklingen lassen.

Genaue Titel sind kaum benennbar, weil es keine Programmzettel gibt. So lässt sich umso mehr über den Charakter der Musikstücke berichten. Mit fanfarenartiger Stimmführung beginnt der erste Chorgesang, dann gestaltet ein Sänger eine getragene Melodie, die vom Summen oder Gesang der anderen Chormitglieder unterstützt wird. Verhalten die musikalische Erscheinung des nächsten Liedes, das alle Sänger in verschiedenen Stimmlagen vorstellen.

Hier wie in allen anderen Liedern fasziniert die voluminöse und wohlklingende Stimmführung der Sängergemeinschaft, die sowohl laut wie leise hymnisch abgerundet ertönt, wie es eben nur der Don-Kosaken-Chor zustande bringt und pflegt. Die volltönende Stimmgestaltung sowohl solistisch wie auch in der Gesamtheit ist nun mal sein Markenzeichen. An diesem Grundprinzip orientieren sich alle Gesänge und erzeugen damit einen Wohlklang, der die Tonbestimmung des Chores prägt.

"In dulce jubilo" überzeugt mit seiner Feierlichkeit, "Oh du fröhliche" mit der Begeisterung, die sich in den Stimmen widerspiegelt. Unauffällig in seinen Bewegungen, aber stets präsent in seinen Deutungen gestaltet der Dirigent Wanja Hlibka seine Anweisungen an die Sänger.

Eine Pause gibt es nur für die Sänger. Die Kirchenbesucher hören derweil das "Konzert in D-Dur" für Trompete und Orgel von Johann Wilhelm Hertel. Franz Badura spielt gekonnt das Blasinstrument, Bernhard Müller sitzt an der Orgel. Beide Musiker kommen aus Amberg. Und dann wieder ein Chorstück, das vom Kontrast zwischen langsamen und schnellen Sangesabschnitten lebt.

Individueller Stempel


Und so abwechslungsreich geht es weiter. Es gibt kein Gesangsstück, dem der Don-Kosaken-Chor nicht seinen individuellen Stempel aufzudrücken vermag. Schwungvoll erklingt "Kalinka". Das folgende Lied bildet in seinen getragenen Akkorden den Kontrast zum vorherigen Gesang. Der kraftvolle Schluss-Chor stellt eine Synthese her. Nach zwei Zugaben, dabei "Ich glaube an die Macht der Liebe", endet ein würdevolles, vom Publikum mit begeistertem Beifall bedachtes Weihnachtskonzert.
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