Frauenpower führt den Verein

Die neue Führungsmannschaft: (vorne von links Josef Braun, Schatzmeister; Kamila Spichtinger, Beisitzerin; 1. Vorsitzende Irene Träxler, 2. Vorsitzende, Gabi Dlubal; Inge Tragl, Schriftführerin; 3. Vorsitzende Karin Hartung, stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl. Im Hintergrund die Rechnungsprüfer Josef Ebenhöch (rechts) und Herbert Männer (links). Bild: eib
Kultur
Schönsee
23.11.2016
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Die 13. Mitgliederversammlung von Bavaria Bohemia e.V. entschied einstimmig: Drei Frauen stehen an der Spitze des Trägervereins des Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) in den nächsten zwei Jahren. Irene Träxler leitet weiter als 1. Vorsitzende die Geschicke.

Gabi Dlubal rückt auf den zweiten Vorstandsposten und Karin Hartung aus Waidhaus erhielt das Vertrauen als neue 3. Vorsitzende. Der langjährige 2. Vorsitzende, Dr. Wolfgang Kunert, Regierungspräsident a.D., gab sein Amt ab, bleibt aber weiterhin im Vorstand der Kulturstiftung Bavaria Bohemia. In der weiteren Führungsriege mit Inge Tragl (Schriftführerin), Josef Braun (Schatzmeister), Bürgermeisterin Birgit Höcherl, Kamila Spichtinger, Vlado Dobrik, Richard Brunner und Gerhard Grimm als Beisitzer gab es keine Veränderungen.

Irene Träxler ließ in ihrem Rechenschaftsbericht die vielfältigen Aufgaben von Bavaria Bohemia als Trägerverein des CeBB Revue passieren. In den Mittelpunkt ihrer Ausführungen stellte sie den Dank an die aktuell 445 Mitglieder, die sich im Jahreszeitraum mit 960 Stunden ehrenamtlich engagierten und an die Unterstützer des CeBB. Sie bedankte sich bei allen, die im Mehrsäulenmodell der Finanzierung mitwirken. Dazu gehören die Stadt Schönsee, der Landkreis Schwandorf und weitere Kommunen als kommunale Förderer, der Freistaat Bayern mit Kultusministerium und Finanz-/Heimatministerium, der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds, die Spender, die Sponsoren im Partnerkreis, die Kulturstiftung, der Verein Partner für den Landkreis Schwandorf und die Region Pilsen. Lobende Worte gingen Richtung Hans Eibauer als Leiter und an das gesamte CeBB-Team, das mit großem Einsatz die vielen Projekte und Aufgaben bewältigt.

Erfolgsgeschichte


Schatzmeister Josef Braun stellte das Jahresergebnis 2015 vor, das mit einem leichten Minus von rund 9 500 Euro abschloss. In einer weiteren Darstellung ließ sich die Entwicklung auf den Vereins- und Projektkonten vom Beginn des Jahres bis zum aktuellen Stand nachvollziehen. Hans Eibauer erinnerte am Beginn seines Berichts an den Festakt zum zehnjährigen Bestehen des CeBB am 5. April. Mit der Verleihung der Ehrenpreise Brückenbauer an Euregio-Präsidentin Dr. Birgit Seelbinder, Tschechiens Außenminister a.D. Karel Schwarzenberg und an den Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft und Europapolitiker Bernd Posselt ehrte Bavaria Bohemia e.V. bedeutende Persönlichkeiten, die für Aussöhnung und Zusammenarbeit zwischen Bayern und Tschechien stehen.

Mit diesen Auszeichnzungen setzte das CeBB Zeichen, die auf die tägliche Arbeit als Kulturdrehscheibe ausstrahlen. "Am CeBB kommt auf bayerischer und tschechischer Seite niemand vorbei, wenn es um die Koordinierung und Vertiefung grenzüberschreitender kultureller Verbindungen und Projekte geht". Diese Arbeit, die im Landkreis und darüber hinaus von großer Wertschätzung begleitet wird, stellte stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl in den Mittelpunkt seines Grußworts, das er auch im Namen von 2. Bürgermeister Josef Irlbacher sprach.

Große Herausforderungen


Im Bericht listete Hans Eibauer die interessanten und die neben dem Eigenanteil von Bavaria Bohemia e.V. öffentlich finanzierten Projekte des laufenden Jahres auf. Die Koordinierung des Begleitprogramms der 1. bayerischen-tschechischen Landesausstellung wird im Frühjahr auslaufen. Mit dem Auftrag hat das CeBB dem Haus der Bayerischen Geschichte als Auftraggeber gezeigt, wie leistungsfähig das Haus bei der Umsetzung großer Herausforderungen agiert. Dies hat auch Staatsminister Dr. Markus Söder bewogen, dem CeBB die Umsetzung des Projekts Kulturregion Bayern Böhmen 2017 anzuvertrauen, das die Stadt Zwiesel und die Gemeinde Bayerisch Eisenstein als grenzüberschreitend agierende Kommunen profilieren soll.

Breitgefächertes ProgrammDie etwa 60 öffentlichen Veranstaltungen mit Ausstellungen, Vorträgen, Diskussionen, Kulturtreffen, Lesungen, Konzerten und den meist ausgebuchten Kulturtouren und die mehr als 130 internen Termine, darunter viele Hausführungen für Besuchergruppen und auch Schönseer Vereinsjubiläen zeigen, welche organisatorischen Vorbereitungen das Jahresprogramm verlangt. Die Aufstellung der im Bericht erwähnten Projekt- und Kooperationspartner ist lange und zeigt, welch hohen Vernetzungsgrad das CeBB erreicht hat. Das Internetportal bbkult.net wird im kommenden Jahr eine Umgestaltung erfahren. Die inzwischen erreichten hohen Nutzerzahlen, von Januar bis Juli 2016 wurden schon mehr als 600 000 Zugriffe registriert, liefern dafür gute Argumente. Hans Eibauer ging am Schluss seines Berichts auf den Besuch von Staatsminister Dr. Spaenle Anfang August im CeBB ein, bei dem Irene Träxler, 2. Bürgermeister Josef Irlbacher und Hans Eibauer Gesprächspartner waren. Der Minister war vom Haus und dem dahinter stehenden Engagement stark beeindruckt. Er bezeichnete das CeBB als eine der ganz wichtigen Adressen für die kulturelle grenzüberschreitende Zusammenarbeit, die sein Ministerium für weitere Aufgaben im Auge haben wird. Mit Tandem, dem Koordinierungszentrum für den Deutsch-Tschechischen Jugendaustausch in Pilsen als neuen Partner, setzt das CeBB sein langjährigstes Projekt "Kultur ohne Grenzen - Begegnung Bayern Böhmen", gefördert vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, in 2017 fort. Der Schwerpunkt liegt im kommenden Jahr bei Begegnungsangeboten für partnerschaftlich verbundene Schulen. (eib)
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Thomas Schiller aus Schönsee | 24.11.2016 | 12:38  
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