Musikalischer Hochgenuss

Fast 80 Sängerinnen und Sänger der beiden Chöre beschlossen das bemerkenswerte Konzert mit einem Abendlied. Bilder: weu (3)
Kultur
Schönsee
19.10.2016
28
0
 
Mit ihrem virtuosen Spiel und dem umfangreichen Repertoire begeisterte das Posaunenquartett Opus 4, bestehend aus Musikern des Gewandhausorchesters Leipzig, die Musikfreunde in der Schönseer Stadtpfarrkirche.

Einen musikalischen Hochgenuss erlebten die Besucher beim 27. Chor- und Orgelkonzert in der Stadtpfarrkirche. Mit dem Posaunenquartett Opus 4, bestehend aus vier Mitgliedern des Gewandhausorchesters Leipzig, dem Dekanatschor Nabburg und dem Schönseer Kirchenchor konnte der Förderverein für Kirchenmusik drei erstklassige Musikgruppen engagieren.

Hubert Reimer begrüßte die zahlreichen Gäste, unter ihnen auch Stadtpfarrer Wolfgang Ditz und Pfarrer Hartl aus Waidhaus. Auch Pfarrer Stefan Wagner aus Neunburg ließ sich den gebotenen Kulturgenuss nicht entgehen.

Großartiges Können


Mit Werken aus dem 15. und 16. Jahrhundert begann das Posaunenquartett Opus 4 das anspruchsvolle Programm. Nach Claudio Monteverdis Gloria 1641 als lebhafte Ouvertüre und den vier Sätzen von Claude Gervaises Suite, brachten die vier Solisten drei getragene Stücke zu Gehör. Die vier Ausnahmeposaunisten, die alle auf deutschen Instrumenten spielen und damit dem Posaunensatz einen weichen, homogenen Klang geben, können bereits auf mehr als zwanzigjähriges Bestehen ihrer Gruppe zurückblicken.

Zahlreiche Veröffentlichungen auf CDs belegen das großartige Können der vier Männer. Im zweiten Teil beeindruckte besonders die "Toccata und Fuge in d-Moll" von Johann Sebastian Bach, die sie mit den etwas kleineren Barock-Posaunen spielten. Dafür gab es spontanen Applaus von dem hingerissenen Publikum. Man hatte das Gefühl, ein ganzes Orchester spielt, als sie im dritten Teil mit Irving Berlins "Alexanders Ragtime Band" und einem Medley von George Gershwin moderner und jazziger wurden. Diese Mischung aus Jazz und Klassik begeisterte das Publikum.

Mit dem Dekanatschor Nabburg trat eine Gruppe auf, die sich aus Mitgliedern der Kirchenchöre des Nabburger Dekanats zusammensetzt und von Dekanatskirchenmusiker Michael Koch geleitet wird. "Gott hat mir einen Engel gesandt" sangen die gut 30 Sängerinnen und Sänger, gefolgt von einer modernen Version des "Laudate Dominum" sowie dem "Ave Maria" von Anton Bruckner. Mit dem Lied "Here I am Lord" beendeten sie ihren glanzvollen Auftritt. Der Katholische Kirchenchor St. Wenzeslaus Schönsee mit seinem engagierten Leiter Hubert Reimer begann mit "Alta Trinita beata" seinen Auftritt. Beim "Tantum ergo in C" von Franz Schubert brillierten die 40 Mitglieder durch einen immensen Tonumfang.

Als Höhepunkt kann das "Agnus Dei" aus der Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart bezeichnet werden, bei dem Diplommusiker Martin Ebenhöch auf der neuen Sandtner-Orgel meisterlich begleitete. Ehrfürchtig lauschten die Gäste seinem Spiel und dem Solopart der Solistin Marianne Hanamann, die auch die höchsten Töne meisterte.

Stehende Ovationen


Beide Chöre sangen zum Abschluss dieses bemerkenswerten Konzerts ein Abendlied, und nach einem "Rausschmeißer" der Posaunen erklatschte sich das Publikum noch eine Zugabe. Mit stehenden Ovationen bedankten sich die Konzertbesucher für einen herausragenden musikalischen Genuss. Das Weihnachtskonzert findet am Sonntag, 18. Dezember, um 16 Uhr in der Stadtpfarrkirche statt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.