Notenschlüssel zum Bier

"Grenzenloses Musikvergnügen" in drei Weidinger Gasthäuser bei der Musik- und Biernacht. "Ledecká dudácka muzika" aus Tachov wechselte sich im Gasthof "Zum Frauenstein" mit den bayerischen Kollegen ab. Bilder: Götz (4)
Kultur
Schönsee
28.08.2016
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Zünftig ging es her bei dieser Nacht ganz im Zeichen von Musik und Bier. Dazu trug auch die "Neisteder Zoiglmusi" bei.

Sie zielen auf ein Wirtshaus-Publikum und treffen mitten ins Herz. Drei Oberpfälzer und drei böhmische Kapellen verstehen sich auf Klänge, die zum Bier passen - und sorgen dafür, dass kein Platz leer bleibt.

/Weiding. Entsprechend volle Wirtshäuser gab es bei der 11. Bayerisch-böhmischen Musik- und Biernacht. "Es ist wunderbar und leider inzwischen so selten, volle Wirtshäuser, gut aufgelegte Musikanten, tanzende Gäste und beste Stimmung zu erleben", sagte ein Paar aus Oberviechtach, als es auf der Tour durch die Weidinger Wirtshäuser beim dritten angekommen war.

Zum 11. Mal hatte Bavaria Bohemia, der Trägerverein des Centrum Bavaria Bohemia (CeBB), die Musik- und Biernacht organisiert. Sie ist Teil des Projekts "Kultur ohne Grenzen - Begegnung Bayern Böhmen" mit Förderung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds. Mit von der Partie waren die Gasthäuser "Zur Post", "Zum Frauenstein" und "Weidinger Hof". Die Mitorganisatoren Monika Bayer, Erich Schlicker und Tereza Pechová freuten sich mit Bürgermeister Manfred Dirscherl, Altbürgermeister Hans Wirnshofer und dem früheren Zweiten Bürgermeister Sepp Ebenhöch, als sich gegen 20 Uhr die Weidinger Wirtshäuser mit Gästen füllten, darunter auch viele Urlauber, die den Abend sichtlich genossen. In jedem der drei Gasthäuser spielten abwechselnd eine bayerische und eine böhmische Kapelle zur Unterhaltung auf.

Lohn fürs Radeln


Für grenzüberschreitenden Musikgenuss sorgten im Gasthof "Zur Post" die "Kleine Böhmische Kapelle" mit der temperamentvollen Sängerin Jana aus Holýsov bei Pilsen und die "Vöichtacher Rucksackmusi", die eine Schar tanzfreudiger Freunde mitbrachte. Im Landgasthof "Zum Frauenstein" spielten die drei humorvollen Musikanten von der "Neisteder Zoiglmusi" und die "Dudelsackmusik" aus Ledce bei Tachov (Tachau) in ihrer bunten Tracht. Eine Gruppe Radler aus Nittenau legte die Wochenendtour extra so, dass die Übernachtung in Weiding mit der Musik- und Biernacht zusammenfiel. Mittendrin auch Bernd Hoffmann, der Präsident des Nabburger Bayern-Fanclubs, der genauso wie die paar Hundert Gäste mit Freunden von einem zum anderen Wirtshaus zog.

Fast wie Fußgängerzone


Auch der Weidinger Bürgermeister Manfred Dirscherl genoss den Abend und sich freute, dass Weiding mit seiner Wirtshauskultur wieder zum Mittelpunkt des bayerisch-böhmischen Miteinanders wurde. Dicht drängten sich im "Weidinger Hof" und auf dem Freisitz vor dem Wirtshaus die Besucher zusammen, als die Musiker vom "Rengschburger Musikantenstammtisch" und die Kapelle "Sedmihorka" aus dem Chodenland vier Stunden fast ohne Pause aufspielten. Dunkles und helles, böhmisches und bayerisches Bier floss aus dem Zapfhahn - ganz zum Vergnügen von Alena und Tereza, die als neue tschechische Mitarbeiterinnen des CeBB die Kapellen betreuten. Dank des schönen Wetters glich die Weidinger Hauptstraße fast einer Fußgängerzone. Mit den Zugaben und den nicht ans Heimgehen denkenden Gästen klang die 11. Bayerisch-Böhmische Musik- und Biernacht erst weit nach Mitternacht aus. Zur Musik servierten die Wirte Schmankerl aus der Oberpfälzer und böhmischen Küche.. Eine Fortsetzung steht bereits jetzt für den 26. August 2017 auf dem Plan.
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