„Original Don Kosaken Chor Serge Jaroff“ gastierte in Schönsee
Kräftige Männerstimmen lassen Gotteshaus erzittern

Der berühmte "Original Don Kosaken Chor Serge Jaroff" unter Leitung von Wanja Hlibka begeisterte bei seinem Auftritt am Hochaltar der Pfarrkirche Sankt Wenzeslaus in Schönsee. Bilder: gl (2)
Kultur
Schönsee
22.12.2015
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Fördervereinsvorsitzender Hubert Reimer (rechts) bedankt sich bei Wanja Hlibka für die großartigen Vorträge des "Original Don Kosaken Chores Serge Jaroff" mit einem Geschenk.

Mit "In dulci jubilo" (nun singet und seid froh" eröffneten die kräftigen Männerstimmen des "Original Don Kosaken Chor Serge Jaroff" unter Leitung von Wanja Hlibka das 25. Chor- und Orgelkonzert vom Förderverein für Kirchenmusik. Hätte eine Kirchenmaus existiert, hätte diese mit Sicherheit die Flucht ergriffen.

Auch die Apostel-Figuren Petrus und Paulus am Hochaltar, die selbst den letzten Kirchenbrand 1867 überstanden, dürften solchen kräftigen Gesang noch nicht erlebt haben. Sogar ein Schmetterling (Kleiner Fuchs) wurde mobilisiert und nahm am Stiefel eines Sängers Platz. Ansonsten war es nach diesem Auftakt mäuschenstill.

Rund 500 Besucher


Hubert Reimer, der Fördervereinsvorsitzende und Leiter des heimischen Kirchenchores, begrüßte die rund 500 Konzertbesucher. Er freute sich, dass zu diesem Jubiläumskonzert des Fördervereins seit der Einweihung der neuen Sandtner-Orgel im Jahre 2007 dieser Chor der Extraklasse gewonnen werden konnte. Er trat am Freitag in Stuttgart, am Samstag in Selb auf und nun in Schönsee; am Montag folgte ein Auftritt in München, am 23. Dezember in Hamburg, am 25. in Bremen, am 26. in Leipzig, am 27. in Potsdam und am 29. in Landshut.

Der Chor, so informierte Hubert Reimer weiter, trat am 1979 letztmalig mit seinem Gründer Serge Jaroff in Paris auf. Seinem Wunsch entsprechend, kam es im Jahre 1991 zur Neugründung unter Wanja Hlibka in neuer Besetzung, aber alter Tradition. Seit 2001 darf er den geschützten Namen "Don Kosaken Chor Serge Jaroff" führen. Das Konzert in Schönsee war, nach ersten Kontakten von Ehrenmitglied und Sponsor Hans Schraml vor drei Jahren mit dem Konzertmanagement und durch seine Spende in den Bereich des Möglichen gelangt.

Deshalb wurde Hans Schraml neben Stadtpfarrer Wolfgang Dietz, Kirchenpfleger Peter Scharnagl und Pfarrgemeinderatssprecherin Sophia Grau, Landrat Thomas Ebeling, Bürgermeisterin Birgit Höcherl und ihr Stellvertreter Josef Irlbacher besonders begrüßt. Auch die weiteren Sponsoren und deren Vertreter mit Direktor Werner Heß und Wilfried Bühner von der Sparkasse sowie Hans und Günther Meindl von der Metzgerei Meindl.

In die Interpretationen des Chores waren auch die Weihnachtslieder "Oh du Fröhliche", ein englisches Weihnachtslied und "Adeste fidelis" eingebunden. Dabei und auch beim abgewandelten "Kalinka" brillierten Solisten bei entsprechender stimmlicher Untermalung; alles frei und ohne Noten. Zur Überbrückung einer gesanglichen Pause und als Sahnehäubchen kündigte Kirchenmusiker Hubert Reimer einen Vortrag vom Basilika-Organisten und Regionalkantor Bernhard Müllers aus Amberg an, an der Orgel begleitet von Franz Badura (Trompete), die viel Beifall erhielten.

Riesiger Beifall


Nach weiteren Liedern des Chores konnten sich die Sänger über einen riesigen Beifall erfreuen. Nach den Standing Ovations wartete er mit einer Zugabe auf sowie zum Abschluss mit dem Lied "Ich bete an die Macht der Liebe", worauf Fördervereinsvorsitzder Hubert Reimer sich beim Dirigenten Wanja Hlibka mit einem Geschenk bedankte.

Der Förderverein hat mit diesem Jubiläumskonzert den Freunden von Chorgesang und Kirchenmusik, die wieder aus einem weitem Einzugsgebiet kamen, nach dem Windsbacher Knabenchor, den Regensburger Domspatzen und dem Tölzer Knabenchor sowie weiteren renommierten Gruppen viel Freude bereitet.
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