Seit 125 Jahren bildet die Kirche „Maria zum Siege“ den Mittelpunkt des Ortes
Fingerzeig in Richtung Himmel

Mit der Grenzlandblaskapelle Dietersdorf zogen Ehrengäste und Vereine zum Jubiläum der Dorfkirche. Bilder: mhö (2)
Kultur
Schönsee
27.06.2016
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Seit 125 Jahren bildet die Kirche "Maria zum Siege" den Mittelpunkt des Ortes. Ein eigens gegründeter Förderverein sorgt mit für den Unterhalt. Am Sonntag wurde das Jubiläum bei herrlichem Wetter gefeiert.

-Dietersdorf. Nach dem Festzug mit Ehrengästen und Vereinsabordnungen zum Freialter bei der Kirche begrüßte Pfarrer Wolfgang Dietz die zahlreichen Besucher zum Gottesdienst. Dieser wurde von der Grenzlandblaskapelle Dietersdorf unter Leitung von Markus Bayer musikalisch begleitet.

Wichtige Aufgabe


In seiner Predigt zum Kirchengeburtstag wies Pfarrer Dietz auf eine heute besonders wichtige Aufgabe der Gotteshäuser hin. Kirchen seien vielerorts noch immer die größten und schönsten Häuser. Wer auf einen Ort zufahre, sehe schon bald den Turm der Kirche. Dieser zeige wie ein ausgestreckter Finger Richtung Himmel und erinnere so die Menschen an ihr "Unterwegs-Sein" und ihr Lebensziel.

In einer Zeit, in der solche Bauten immer mehr an Bedeutung verlieren, sei es wichtig, sich dessen bewusst zu werden. Die Kirche ist laut Dietz ein Versammlungsort für die gesamte Gemeinde. Ohne sie sei die prächtigste Kirche nur ein altes, totes Museum. "Dabei geht es letztlich nicht um Steine aus Ton oder Granit, sondern um lebendige Steine", so Pfarrer Dietz.

Anschließend segnete der Geistliche die Figuren des auferstandenen Christus und des heiligen Florian. In den Fürbitten wurde die Aufgabe der Kirchen als Häuser des Gebets, der Solidarität und des Friedens betont, die für Menschen in Not ein Zufluchtsort sein sollen.

Nach der Messe begrüßte Willibald Kulzer, der Vorsitzende des Fördervereins, die vielen Gäste. Er bedankte sich bei allen Helfern und Gönnern, die zum Erhalt der Kirche beigetragen haben, besonders auch bei Familie Reindl. Ebenso erinnerte er an diejenigen, die diese Kirche im 19. Jahrhundert gebaut hatten. Der Dank von Willibald Kulzer galt all denen, die die Restauration der beiden geweihten Figuren durch viele Spenden ermöglichten.

Dank an Förderverein


Bürgermeisterin Birgit Höcherl blickte auf wichtige Ereignisse im Bestehen des Gotteshauses zurück. Sie erwähnte dabei, dass die Kirche nach der Eingemeindung von Dietersdorf im Jahr 1972 in das Eigentum der Stadt Schönsee überging. In ihrem Grußwort dankte sie den Mitgliedern des Fördervereins und der engagierten Bevölkerung für die langjährige gute Zusammenarbeit mit der Stadt beim Unterhalt der Dorfkirche. Dem Dank schloss sich stellvertretender Landrat Jakob Scharf in seinem Grußwort an.

Er lobte die vorbildliche Arbeit des Vereins, der im wortwörtlichen Sinn dafür sorge, dass die Kirche gemäß dem Sprichwort "im Dorf bleibt" und wünschte alles Gute für die Zukunft. Mit Blasmusik ging es dann zum Feuerwehrhaus, wo das Kirchenfest mit der weltlichen Feier fortgesetzt wurde.
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