90 und kein bisschen heiser

Die Jubilare freuen sich gemeinsam mit den Ehrenmitgliedern des Gesang- und Orchestervereins sowie Hildegard Humbs vom VOC (links) und Bürgermeisterin Birgit Höcherl (rechts) über die Erfolge bei Auftritten und geknüpfte Freundschaften. Bild: gl
Lokales
Schönsee
31.10.2014
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Mit der Waldlermesse macht der Gesang- und Orchesterverein alljährlich Eindruck in Nürnberg. Einer von vielen kulturellen Beiträgen, die auf das Konto treuer Sänger gehen. Neben Ehrenzeichen gab es dafür zum Jubiläum eine süße Überraschung.

Der Gesang- und Orchesterverein kann für sich in Anspruch nehmen, seit 90 Jahren das kulturelle Leben der Grenzstadt bereichert und sie auch würdig vertreten zu haben. Eine Bestätigung dafür erhielten Verein und Sänger beim Fest- und Ehrenabend im Vereinslokal Gasthof Haberl. Einige Mitglieder wurden für langjährige Treue und besondere Leistungen ausgezeichnet.

Schon zur Eröffnung der Feier sorgten die Sänger mit dem Liederpotpourri "Begrüßung zum Fest" für eine adäquate Einstimmung. Bürgermeisterin Birgit Höcherl stellte fest, dass der Jubelverein in neun Jahrzehnten große Anerkennung erfahren hat. Sie erinnerte an die Gestaltung von kirchlichen und öffentlichen Festen, an Kurkonzerte und das Chorkonzert.

Ungewöhnliche Torte

Als Höhepunkt nannte sie den Auftritt mit der Waldlermesse, insbesondere beim Christkindl-Markt in der Nürnberger Frauenkirche: Seit 40 Jahren gehört der Chor- und Orchesterverein aus Schönsee dort zum Programm. Als Jubiläumsgeschenk übergab die Bürgermeisterin eine als Notenschlüssel geformte Torte.

Die Sänger revanchierten sich mit einem Lied aus der Feder von Rudolf Gläser, früherer Chorleiter der Sangesfreunde aus Sosa. Deren Vorsitzender Jochen Ahrend erinnerte an die erste Begegnung der Vereine am 4. Mai 1990. In der Rundfunksendung "Grüße aus der Oberpfalz" sei man im November 1989 auf die Schönseer Sänger aufmerksam geworden, gegenseitige Besuche hätten seitdem die Freundschaft vertieft. Als Geschenk übergab Ahrend einen Bildband vom Erzgebirge und ein Sekt-Sortiment.

Für den Männergesangverein 1879 Bodenwöhr erinnerte Vorsitzender Christian Lutter die Feier des 100-jährigen Bestehens, bei dem Fest fungierten die Schönseer Sänger als Paten. Sein Geschenk: eine Riesenflasche Weißbier aus Bodenwöhr. Ehrenvorsitzender Alfred Spindler beschwor dabei auch Erinnerungen an die erste "zünftige" Begegnung 1977. Daraus habe sich eine Freundschaft entwickelt, die in eine Patenschaft und viele Begegnungen für "zwei Vereine mit Herz" gemündet habe. Im Duett mit einem Kollegen gratulierte Spindler dann den Schönseern zum 90. Geburtstag.

Verjüngung erwünscht

Nach weiteren Liedern und einem Rückblick auf die Vereinsgeschichte durch Ehrenmitglied Konrad Scharnagl (Bericht folgt) übernahm Hildegard Humbs vom Verband Oberpfälzer Chöre die Ehrung langjähriger Sänger. Der Jubelverein habe auch den Verband mitgeprägt, merkte sie an. Bei dieser Aufgabe sei Leidenschaft gefordert. Das Singen bringe Freude in die Gesellschaft, was heute nicht mehr selbstverständlich sei. Allen Vereinen wünschte sie allerdings eine "Verjüngung", bevor mit "Die Welt ist voll Musik" der gesellige Teil begann.
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