Ausloten von Kooperationen

Am Wunschbaum: (von links) Irmgard Merl, Gudrun Forster, Mittelschulrektorin Irene Träxler, Doris Härtl, Schulrat Rudolf Hofmann, Schulamtsdirektorin Renate Vettori, Birgit Muggenthaler, Schulamtsdirektor Georg Kick und CeBB-Leiter Hans Eibauer. Bild: eib
Lokales
Schönsee
20.12.2014
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Um die Möglichkeiten von Partnerschaften und Kooperationen mit tschechischen Schulen auszuloten, trafen sich die Mitarbeiter und die für die Schulen verantwortlichen Direktoren und Schulräte im Centrum Bavaria Bohemia. Welche rolle spielt dabei der Wunschbaum?

Bei einer Informationsfahrt des Staatlichen Schulamts Schwandorf in den östlichen Landkreis machten die Mitarbeiter und die für die Schulen verantwortlichen Direktoren und Schulräte Station im Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) in Schönsee. "Wir sind gekommen, um die Möglichkeiten von Partnerschaften und Kooperationen mit tschechischen Schulen auszuloten" brachte Schulamtsdirektorin Renate Vittori die Absicht der Exkursion auf den Punkt.

Große Herausforderung

Irene Träxler, seit November Vorsitzende von Bavaria Bohemia e.V., des Trägervereins des CeBB und im Hauptberuf Mittelschulrektorin in Neunburg, hieß die Gruppe willkommen. Ihr Anliegen, die grenzüberschreitenden Kontakte und die Zusammenarbeit stetig zu vertiefen, trifft sich mit dem Wunsch vieler Schulen, die tschechischen Nachbarn und die tschechische Sprache mehr ins Blickfeld zu rücken.

"Das CeBB-Projekt Wunschbaum für Pilsen 2015 war für uns in Neunburg der Auslöser, mit der Schule in Horaždovice eine Partnerschaft auszuloten." Hans Eibauer stellte anschließend die Schwerpunkte des CeBB als Kulturdrehscheibe zwischen den bayerischen und tschechischen Nachbarregionen und die Entstehungsgeschichte des Hauses vom ehemaligen Kommunbräuhaus bis zur Eröffnung im Jahr 2006 vor. Der Leiter des CeBB bezeichnete das kommende Jahr als bisher größte Herausforderung für das Haus.

Mit der Umsetzung von rund vierzig bayerischen Beiträgen für das Kulturhauptstadtprogramm Pilsen 2015 im EU geförderten Ziel 3-Projekt "regio2015" - zusammen mit der Stadt Regensburg und der Pilsner Organisationsgesellschaft - wird das CeBB mit seinem engagierten Team unterstreichen, welch wichtige Funktion Schönsee für die bayerisch-tschechischen kulturellen Beziehungen hat. Sehr interessiert folgten die Schulexperten im Staatlichen Schulamt den Schilderungen, wie das CeBB im jährlichen, vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds geförderten Projekt "Kultur ohne Grenzen - Begegnung Bayern Böhmen" dem Thema Begegnung der Menschen auf beiden Nachbarseiten immer wieder neue Impulse verleiht. Nach den umfassenden Informationen, die bei einem Rundgang vom Keller bis zur Aussichtsplattform mit architektonischen Details ergänzt wurden, setzte sich die Runde zum Meinungsaustausch zusammen.

Breites Spektrum

"Wir haben heute einen umfassenden Einblick in Arbeit und Aufgabenfelder des CeBB bekommen. Wir sind sehr überrascht vom Engagement und dem breiten Themenspektrum, das von hier aus in alle Richtungen auf bayerischer und tschechischer Seite ausstrahlt", befand Fachlicher Leiter und Schulamtsdirektor Georg Kick bei der Bewertung des Besuchs.

Angeregt durch die Klöppelausstellung in der Gewölbehalle und den Wettbewerbsarbeiten des Klöppelverbands im Konferenzraum kam das Gespräch auch auf den Spitzenklöppelunterricht, der an der Grundschule in Schönsee die Tradition der früheren Staatlichen Klöppelschule fortsetzt. "Wir wollen an diesem zweistündigen Kursangebot in der Woche nicht rütteln" unterstrich Schulrat Rudolf Hofmann das Festhalten an diesem speziellen Schönseer Lehrangebot. Vor der Abfahrt inspizierte die Delegation den Wunschbaum für Pilsen vor dem Haus beim Kurparkweg.

Dieses Projekt wird im kommenden Jahr mehr als zehn Schulen auf bayerischer und tschechischer Seite in das Begleitprogramm von Pilsen 2015 einbeziehen.
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